Wahrscheinlich hast du eine ungefähre Vorstellung davon, was „Selbst“ bedeutet. Von ungefähren Vorstellungen kannst du dich im Philosophie-Unterricht jedoch getrost verabschieden, denn hier wird alles und jedes hinterfragt. Also wird auch die Frage nach dem Selbst gestellt. Und bei der Suche nach der Antwort stellt man schnell fest, dass dieses Konzept gar nicht so einfach zu umfassen ist. Was ist es, was dein Selbst ausmacht? Dein Körper? Deine Gedanken? Wo beginnt dein Selbst und wo endet es? Diese Fragen treiben Philosophen seit Jahrtausenden um.



Wer bist du – Ist das die Frage nach dem Selbst?

Was antwortest du, wenn dich jemand danach fragt, wer du bist? Wahrscheinlich nennst du deinen Namen. Aber dieser bist ja nicht du, er ist nur eine Bezeichnung für dich, die den Alltag ein wenig leichter macht. Also was ist es, was dich ausmacht? Einige Ansätze umfassen die folgenden Punkte:

  • Körper,
  • Gedanken,
  • Erinnerungen,
  • Handlungen,
  • Werte,
  • Überzeugungen,
  • Wahrnehmung anderer Menschen.

Wie du siehst, kann man die Frage nach dem Selbst nicht so einfach und nicht eindeutig beantworten.



Ein Aspekt, der diese Frage noch schwieriger macht, ist die Tatsache, dass das Selbst nicht fix zu sein scheint. Wahrscheinlich hast du dich seit deiner Kindheit verändert. Dinge, die du gern getan hast oder die dir selbstverständlich erschienen, liegen dir jetzt fern. Bist du also noch der- oder dieselbe wie damals? Der Begriff „Selbst“ impliziert, dass es einen festen Kern gibt. Aber was ist dieser? Und bleibst du noch du selbst, wenn du alles in deinem Leben änderst – deinen Bekanntenkreis, deine tägliche Beschäftigung, deine Interessen?

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