Damit die Vokabeln auch im Kopf bleiben, verraten wir dir hier Tricks, wie du sie leichter lernen kannst.

Vokabeln lernen gehört zum Fremdsprachenunterricht wie die Brotstulle zur großen Pause. Trotzdem kann es manchmal ganz schön schwierig sein, sich viele unterschiedliche Vokabeln alle auf einmal merken zu müssen. Zum Glück gibt es ein paar nützliche Möglichkeiten, damit du deine Vokabelsammlung leichter im Gedächtnis behältst. Bei der Art des Übens gibt es kein richtig oder falsch. Jeder muss für sich selbst herausfinden, welche Methode die passende ist. Im Folgenden werden verschiede Lernansätze aufgeführt.

Hilfreiche Lernplakate

Klingt komisch, ist aber so – Lernplakate helfen auch bei schwierigen Vokabeln. Ein Lernplakat selbst anzufertigen ist gar nicht mal so schwer. Du brauchst eigentlich nicht viel mehr als einen Bogen Papier, Stifte und ein paar Ideen. Besonders geeignet sind Lernplakate bei themenbezogenen Vokabeln. Wenn du zum Beispiel Wörter zum Thema ‚Pflanzen‘ lernen musst, kannst du das Plakat dementsprechend mit Skizzen gestalten. Alternativ schneidest du Bilder aus Zeitungen aus und klebst sie auf das Papier. Neben die Bilder schreibst du die Vokabeln. Hänge anschließend dein fertiges Plakat über dem Schreibtisch auf. Somit lernst du die Wörter bei jedem Blick auf das Blatt, ohne es zu merken.

Lernen mit Bildern – Vokabelmemory

Bilder können beim Lernen von Vokabeln ebenfalls hilfreich sein. Zu diesem Zweck ist ein Vokabelmemory sinnvoll. Auf einer Seite der Memorykarte steht beispielsweise die Vokabel ‚cake‘, auf der anderen ist ein Bild von einem Kuchen aufgemalt. Die Regeln sind dieselben wie beim klassischen Memory. Du kannst das Vokabelmemory allein oder mit Freunden spielen.

Vokabelsammlung im Karteikasten

Die klassische Variante wäre natürlich der Karteikasten. Somit hast du all deine Vokabeln in einer Box zusammen. Beim Aufschreiben kannst du für das deutsche und das fremdsprachliche Wort jeweils eine andere Farbe verwenden. Auf diese Weise wird der Unterschied nochmals deutlicher.

Eselsbrücken und Lehnwörter

Auch heute ist sie nach wie vor eine beliebte Lernmethode in der Schule: Die Eselsbrücke. Versuche, aus einigen themenverwandten Vokabeln einen Reim zu verfassen. Er darf gerne etwas fantasievoll ausfallen. Je kreativer dein Reim wird, umso besser bleiben dir die Wörter später im Gedächtnis. Besonders Einfallsreiche bringen neue Vokabeln in eine selbst erdachte Kurzgeschichte ein. Alternativ übst du die Wörter mit Eselsbrücken aus dem Lehrbuch oder dem Unterricht. Der Effekt ist genau der gleiche.

Bei fremdsprachlichen Vokabeln kannst du dich auf die Suche nach Lehnwörtern machen. Die Methode begegnet vielen Lernenden im Lateinunterricht. Ein deutsches Lehnwort lateinischen Ursprungs wäre zum Beispiel ‚Fenster‘ (lat.: fenestra). Diese Wortpaarbildung funktioniert mit allen Fremdsprachen. Vor allem im Englischen trifft man allerdings oft auf ‚false friends‚. Das sind Vokabeln, die einem deutschen Wort ähneln, aber eine andere Bedeutung haben. Diese Wortgruppe solltest du lieber auf eine gesonderte Liste setzen. Dann bringen sie dich nicht so schnell durcheinander.

Vokabeln in fünf Schritten üben

Beim Vokabeln lernen kann zudem die 6-Monats-Formel wirkungsvoll sein.

Diese Lernübung erstreckt sich über einen Zeitraum von einem halben Jahr. Dafür kommen wieder Karteikarten ins Spiel. Zusätzlich benötigst du fünf Boxen. Sie werden mit den Worten ‚Frisch‘, ‚1 Tag‘, ‚1 Woche‘, ‚1 Monat‘ sowie ‚6 Monate‘ beschriftet. Dort kommen später die Vokabelkarten hinein.

Nimm nun eine Handvoll Karten und packe sie in die Box ‚Frisch‘. Diese Vokabeln werden geübt, danach legst du sie in der Box ‚1 Tag‘ ab. Am nächsten Tag lernst du sie zum zweiten Mal. Danach ziehen die Vokabeln in die Box ‚1 Woche‘ um. Nach einer Woche findet also eine Wiederholung statt. Anschließend nach einem und zuletzt nach sechs Monaten. Wenn du eine Vokabel vergessen hast, kommt sie wieder in die Rubrik ‚Frisch‘. Sobald eine Karteikarte die Box ‚6 Monate‘ erreicht hat, kannst du sie aus der Sammlung entfernen. Diese Vokabel hast du nun perfekt verinnerlicht.

Weitere Ratschläge zum Vokabellernen:

Neben den verschiedenen Lernmethoden gibt es einige ‚Rahmenbedingungen‘ als Schlüssel zum Erfolg.

  • Halte alle Vokabeln immer schriftlich in einem Vokabelheft fest. Schon beim Schreiben lernst du die neuen Wörter unbewusst mit.
  • Wenn in der Schule eine Vokabelprüfung ansteht, solltest du ungefähr eine Woche vorher mit dem Üben anfangen. Mitunter nach Bedarf auch noch etwas früher. Dann hast du ausreichend Zeit für die Vorbereitung.
  • Räume dir zum Üben ein festgelegtes Zeitfenster ein. Während dieser Phase sollte dich niemand stören. Eine ruhige Umgebung ohne Lärm im Hintergrund bietet dafür eine ideale Lernatmosphäre. Zwischendrin wird eine Pause von 5 bis 10 Minuten eingeschoben.
  • Lass dich beim Lernen von einem Freund oder Elternteil abfragen. Somit erhältst du vom Gegenüber eine direkte Rückmeldung über deinen Lernerfolg.
  • Lies dir die Vokabeln am besten laut vor, wenn du alleine für dich lernst. Durch das bewusste Sprechen speicherst du die Worte nachhaltiger im Gedächtnis ab.
  • Am Tag vor der Prüfung empfiehlt es sich, abends nochmal einen Blick in die Vokabelliste zu werfen. Über Nacht wird das Gelernte im Gehirn weiter verarbeitet.

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