In diesem Artikel erklären wir dir, wie du ein Lernplakat erstellst, das dir und allen anderen in der Klasse nützt.

Warum werden Lernplakate überhaupt gemacht?

Das beantwortet eigentlich schon die Einleitung: Sie nützen dir und den anderen in der Klasse.

Dir, denn du beschäftigst dich intensiv und auf vielfältige Art mit einem Thema. Du schreibst etwas, du zeichnest und malst, du schneidest aus und klebst auf, du gestaltest. Du denkst nach, vorher und währenddessen. Du hast sicher schon mal gehört, dass du am besten lernst, wenn du selber etwas tust und nicht einfach nur zuhörst oder liest. Und bei einem Plakat tust du eine ganze Menge.

Lernplakate können für so gut wie jedes Thema und Fach angefertigt werden. Für Sprachen kann das eine Buchvorstellung sein, Wortfelder bieten sich an oder ein grammatisches Thema, in Naturwissenschaften Evolution, Erderwärmung, Artensterben, nachhaltige Energiegewinnung. In Fächern wie Religion, Ethik, Philosophie kann man komplizierte Sachverhalte übersichtlich und verständlich darstellen. Der Kreativität und der Fantasie sind wenig Grenzen gesetzt. Es macht Spaß, ein Plakat zu erstellen, und es ist eine der wirkungsvollsten Arten, etwas zu lernen.

Lernplakate nützen den anderen, denn darauf wird ein Lerninhalt übersichtlich dargestellt. Wenn du es dann noch erklärst und ihr in der Klasse darüber diskutiert, lernen die anderen eine Menge – gerade deshalb, weil ein Plakat niemals mit Informationen überladen ist, sondern eine überschaubare Fassung darstellt.

Kurz und knackig soll es sein mit nicht zu vielen Details und in großer, deutlicher Schrift, sinnvoll angeordnet und farbig illustriert mit Bildern, Grafiken, Diagrammen, was eben passt.

Das Ganze wird dann normalerweise in der Klasse aufgehängt und bleibt da für Tage, meist für einige Wochen oder gar Monate. So habt ihr es alle ständig vor Augen.

Was ist wichtig beim Erstellen eines Lernplakates?

Die folgenden Tipps lassen sich auf Lernplakate zu allen Fächern beziehen.

Gibt die Lehrkraft ein Thema vor oder hast du völlig freie Hand? Wenn du dir selbst etwas ausdenken sollst und darfst, dann wähle etwas, das dich wirklich interessiert, über das du schon ein bisschen Bescheid weißt und das sich gut darstellen lässt. Falls es eine Partnerarbeit oder Gruppenarbeit sein soll, dann wähle möglichst aus, mit wem du zusammenarbeitest. Ihr solltet euch gut verstehen und alle Interesse an dem Thema haben.

Jetzt wird es konkret

Du benötigst:

  • eine helle Pappe, nicht zu dick, in DIN A2 oder DIN A3 (Schreibwaren- oder Bastelladen)
  • Buntstifte oder dicke bunte Filzstifte
  • Bleistift und Radiergummi
  • Lineal
  • Schere
  • Papierkleber, am besten einen Klebestift

Und dann? Wie gehst du am besten vor?

Nutze verschiedene Informationsquellen, nicht nur das Schulbuch. Recherchiere in anderen Bücher, in Zeitschriften, im Internet. Bedenke, dass nicht alles, was du im Netz findest, richtig ist. Oder aktuell. Prüfe genau, was du da liest und benutze nur, was wirklich stimmt. Suche auch Fotos oder Diagramme zu deinem Thema. Mindestens drei wirst du für dein Plakat wahrscheinlich brauchen. Du druckst sie aus bzw. schneidest sie aus.

Wenn du die richtigen Texte gefunden hast, dann denke daran, dass weniger bei einem Lernplakat mehr ist. Man darf nicht erst viel lesen müssen, um zu erfassen, worum es geht.

Nimm einen Bleistift und skizziere, was auf dem Plakat wohin kommen soll. Die Überschrift, die das Hauptthema nennt, gehört oben hin – oder in die Mitte, je nachdem, welche Anordnung sich bei der Aufgabenstellung anbietet.

Die Bilder, die du zur Illustration verwenden willst, legst du probeweise auf die Pappe, ohne sie schon festzukleben. Schiebe sie hin und her, bis das Ganze ansprechend aussieht und den Sachverhalt, um den es geht, logisch und gut erklärt.

Auch die Texte kannst du in großer, deutlicher Schrift ausdrucken, ausschneiden und mit ihnen verfahren wie mit den Bildern. Oder du schreibst sie mit Bleistift vor. Ziehe Linien mit dem Lineal, damit die Buchstaben schön gerade in einer Reihe stehen. Denk daran, dass auch die Fotos, Diagramme oder was auch immer du als Bilder benutzt, einen kurzen Text benötigen, der aussagt, worum es sich handelt.

Jetzt kannst du die Buchstaben mit bunten Stiften schreiben. Benutze die Farben sinnvoll. Wenn du mit Bleistift vorgeschrieben hast, radiere das weg und klebe alles fest.

Signiere das Werk. Rechts unten kommt dein Name hin, das Datum und deine Klasse.

Überleg dir, wie du das Ganze präsentierst. Gibt es Fragen, die du der Klasse stellst, um zu sehen, ob alles verstanden worden ist? Auch die Lehrkraft darfst du ansprechen! Du kannst eine Tüte Bonbons bereithalten – richtige Antworten werden belohnt.
Und du solltest der Klasse auch Gelegenheit geben, dir Fragen zu stellen.

Was machst du, wenn dich jemand etwas fragt, was du überhaupt nicht weißt? Fang nicht an zu schwitzen. Sag ganz ruhig: „Ich hab einen Experten/eine Expertin mitgebracht und gebe die Frage weiter.“ Dann nickst du ganz freundlich und cool der Lehrkraft zu.

Viel Freude und viel Erfolg beim Erstellen deines Lernplakats!

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