Substantive

Meike Backers


Substantive bezeichnen Dinge oder Lebewesen. Hier erfährst du alles, was du über diese Wortart wissen musst.

Was sind Substantive?

Substantive werden auch Nomen, Hauptwörter, Gegenstandswörter, Namenswörter, Dingwörter und Nennwörter genannt. Sie werden großgeschrieben und beschreiben Lebewesen (zum Beispiel: Tante, Bruder, Tiger), Pflanzen (zum Beispiel: Tulpe, Efeu, Busch) sowie Dinge (zum Beispiel: Tisch, Decke, Laptop). Meist werden die Substantive in konkrete Substantive und abstrakte Substantive aufgeteilt. Konkrete Substantive sind Gegenstände sowie Lebewesen (zum Beispiel: Tochter, Katze, Flasche). Diese werden nochmals in Eigennamen, Stoffe und Gattungen unterteilt. Abstrakte Substantive sind Gefühle sowie Gedanken (zum Beispiel: Freude, Glück, Wut). Nachfolgend erklären wir dir die Unterschiede der Substantive im Hinblick auf den Genus, den Numerus und den Kasus.




Das grammatikalische Geschlecht der Substantive

Substantive besitzen ein grammatikalisches Geschlecht. Dieses wird als Genus bezeichnet. Es gibt maskuline (männliche) Substantive, feminine (weibliche) Substantive und neutrale (sächliche) Substantive. Die grammatikalischen Geschlechter haben allerdings keine Gemeinsamkeit mit den biologischen Geschlechtern. Erkennbar ist das Geschlecht des Substantivs teilweise an dem voranstehenden Artikel. Es gibt sowohl bestimmte als auch unbestimmte Artikel. Zu den bestimmten Artikeln gehören der, die und das. Zu den unbestimmten Artikeln zählen ein und eine. Der maskuline unbestimmte Artikel sowie der neutrale unbestimmte Artikel sind gleich.

Beispiele:

  • maskuline Substantive: der Baum, der Onkel, ein Tisch
  • feminine Substantive: die Platte, die Dekoration, eine Blume
  • neutrale Substantive: das Haus, das Flugzeug, ein Buch

Manchmal ist ein Artikel vor dem Substantiv nicht notwendig. Dies gilt beispielsweise in folgenden Fällen:

  • Ortsnamen (Beispiel: Er fährt nach München),
  • Kontinente (Beispiel: Sie wohnt in Europa),
  • Ländernamen (Beispiel: Du ziehst nach Frankreich),
  • allgemeine Bezeichnungen von Stoffen und Materialien (Beispiel: Ich trinke Tee),
  • manche konkreten Fähigkeiten (Beispiel: Sie spielt Eishockey).

Achtung! Nicht jeder Ländername kann ohne Artikel verwendet werden. Einige Ländernamen erfordern einen Artikel (Beispiel: Du ziehst in die Schweiz.). Beachte zusätzlich, dass genaue Bezeichnungen von Stoffen und Materialien einen Artikel benötigen (Beispiel: Ich trinke einen Kaffee). Neben den Artikeln gibt es noch andere Wörter, die sich vor den Substantiven befinden können. Dazu zählen:

  • Zahlenwörter (Beispiele: fünf Decken, vier Fenster, zwei Hosen),
  • Pronomen (Beispiele: deine Schuhe, unsere Freunde, meine Familie),
  • Adjektive (Beispiele: der niedliche Vogel, die harten Betten, das große Glück).

Darüber hinaus kann eine Präposition, wenn diese mit einem Artikel zu einem Wort zusammengesetzt ist, vor dem Substantiv stehen (Beispiele: zur Frau, beim Tisch, ins Haus).




Substantive im Singular und Plural

Substantive unterscheiden sich nicht nur im Hinblick auf das Geschlecht. Ebenso variiert die Zahl, die auch Numerus genannt wird. Diese zeigt dir, ob das Lebewesen, die Pflanze bzw. der Gegenstand einmal oder mehrmals vorhanden sind. Kommt das Substantiv einmal vor, musst du das Nomen im Singular (in der Einzahl) angeben. Kommt es mehrmals vor, musst du das Substantiv im Plural (in der Mehrzahl) angeben. In vielen Fällen verändert sich der Artikel, wenn das Substantiv im Plural vorkommt.

Beispiele:

  • der Keks, die Kekse
  • der Stuhl, die Stühle
  • das Dach, die Dächer
  • die Lampe, die Lampen
  • die Blume, die Blumen

Wie bilde ich die Pluralform?

Die Pluralform kannst du auf verschiedene Arten bilden:

  • Manchmal musst du den Buchstaben „s“ an das Substantiv hängen. (Beispiele: die Fotos, die Comics)
  • Teilweise ist es notwendig, den Buchstaben „e“, den Buchstaben „n“ oder die Buchstaben „en“ an das Nomen zu hängen. (Beispiele: die Monate, die Schwestern, die Türen)
  • In einigen Fällen musst du die Buchstaben „er“ an das Hauptwort hängen. (Beispiele: die Bilder, die Lichter)
  • Zum Teil musst du einen Umlaut bilden. (Beispiele: die Vögel, die Läden)
  • Es kann erforderlich sein, einen Umlaut zu bilden und zusätzlich den Buchstaben „e“ oder die Buchstaben „er“ an das Substantiv zu hängen. (Beispiele: die Bäume, die Häuser)

Darüber hinaus gibt es einige Substantive, die im Singular und Plural gleich sind.

Beispiele:

  • das Zimmer, die Zimmer
  • das Lager, die Lager
  • der Schüler, die Schüler
  • das Fenster, die Fenster
  • das Gitter, die Gitter

Achtung! Manche Substantive kommen (fast) ausschließlich im Singular vor. Hierzu gehören beispielsweise das Wetter, der Zorn und die Liebe. Andere Substantive kommen ausschließlich im Plural vor. Dazu zählen zum Beispiel die Leute und die Ferien.




Die Fälle der Substantive: Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ

Verwendest du ein Substantiv in einem Satz, wird dieses in einem der vier Fälle stehen. Der Fall, auch als Kasus bezeichnet, zeigt, wie das Substantiv sowie die Begleiter des Nomens dekliniert werden müssen. Es gibt den Nominativ, den Genitiv, den Dativ sowie den Akkusativ. In welchem Fall das Substantiv steht, kannst du zum Teil an den Artikeln, Adjektiven und/oder Pronomen, die vor dem Substantiv stehen, erkennen. Alternativ kannst du die Frageprobe anwenden.

Die Substantive im Nominativ

Der 1. Fall wird Nominativ oder Wer-Fall genannt. Du kannst das Substantiv im Nominativ mit der Frage „Wer oder was?“ erfragen.

Beispiele:

  • Die Frau läuft durch den Wald. Wer oder was läuft durch den Wald?
  • Nicole schreibt einen Artikel für die Zeitung. Wer oder was schreibt einen Artikel für die Zeitung?
  • Der Vogel fliegt in der Luft. Wer oder was fliegt in der Luft?

Die Substantive im Genitiv

Der 2. Fall wird als Genitiv oder als Wessen-Fall bezeichnet. Substantive des 2. Falls kannst du mit der Frage „Wessen?“ erfragen.

Beispiele:

  • Marcel enthält sich der Abstimmung. Wessen enthält sich Marcel?
  • Der Junge wurde des Diebstahls beschuldigt. Wessen wurde der Junge beschuldigt?
  • Klaras Bild ist sehr schön. Wessen Bild ist sehr schön?

Die Substantive im Dativ

Der 3. Fall ist der Dativ bzw. der Wem-Fall. Befindet sich das Substantiv im Dativ, kannst du dieses mit der Frage „Wem?“ erfragen.

Beispiele:

  • Ariane gibt ihrer Schwester einen Rat. Wem gibt Ariane einen Rat?
  • Sebastian erklärt seinem Mitschüler die Aufgabe. Wem erklärt Sebastian die Aufgabe?
  • Nils stellt sich seiner neuen Klasse Wem stellt sich Nils vor?

Die Substantive im Akkusativ

Der 4. Fall ist der Akkusativ bzw. der Wen-Fall. Diesen erfragst du mit der Frage „Wen oder was?“.

Beispiele:

  • Die Mutter holt ihre Tochter. Wen oder was holt die Mutter ab?
  • Der Mann liest ein Buch. Wen oder was liest der Mann?
  • Julian öffnet die Tür. Wen oder was öffnet Julian?
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