Präpositionen

Meike Backers


Präpositionen sind kurze Wörter. Beispiele sind: während, in, an, seit, neben, durch. Sie werden auch als Verhältniswörter, Lagewörter und Vorwörter bezeichnet. In einem Satz befinden sich die Verhältniswörter nicht alleine. Stattdessen beziehen sie sich normalerweise auf ein Substantiv (Nomen) bzw. auf ein Pronomen (Fürwort). In den meisten Fällen stehen die Präpositionen vor ihrem Bezugswort.

Mithilfe einer Präposition kannst du ausdrücken, wie das Verhältnis zwischen dem Substantiv bzw. dem Pronomen und einer anderen Sache ist. Dabei musst du eine Präposition normalerweise kleinschreiben und kannst sie nicht verändern. Im folgenden Artikel erfährst du mehr über die verschiedenen Präpositionen und über ihre Stellung in einem Satz.

Die unterschiedlichen Präpositionen im Überblick

Beim Einsatz einer Präposition gibst du Informationen über die Art und Weise, über den Grund bzw. das Ziel, über die Zeit oder über den Ort preis. Somit werden die Präpositionen in vier unterschiedliche Arten aufgeteilt.




Modale Präpositionen

Modale Präpositionen werden auch Präpositionen der Art und Weise genannt. Diese zeigen die Art und Weise an. Beispiele für modale Verhältniswörter sind: auf, ohne, mit, gegen. Du erfragst eine modale Präposition mit der Frage „Wie?“.

Beispiele:

  • Mit dir an meiner Seite kann mir nichts geschehen.
  • Ich fuhr mit meinem Fahrrad gegen den Wind.
  • Ohne meine Freundin macht alles weniger Spaß.

Kausale Präpositionen

Diese Verhältniswörter werden auch als Präpositionen des Grundes oder des Ziels bezeichnet. Sie zeigen den Grund, den Zweck bzw. die Ursache. Beispiele für kausale Verhältniswörter sind: laut, dank, gemäß, trotz, mittels, zwecks, wegen, aufgrund, bezüglich, seitens, zufolge, mangels, anlässlich. Erfragbar sind sie mit den folgenden Fragen: Warum? Wieso? Weswegen? Aus welchem Grund?

Beispiele:

  • Trotz des Gewitters hatte ich keine Angst.
  • Im Dunkeln haben wir dank unserer Taschenlampe den Weg gefunden.
  • Aufgrund der Hitze dürfen die Schüler eher nach Hause gehen.

Temporale Präpositionen

Die temporalen Verhältniswörter, auch Präpositionen der Zeit genannt, geben einen Zeitraum oder einen bestimmten Zeitpunkt an. Du erfragst sie mit der Frage „Wann?“ oder „Wie lange?“. Zum Beispiel gehören die folgenden Wörter zu den temporalen Verhältniswörtern: von, seit, gegen, in, an, bis, um, vor, nach.

Beispiele:

  • Wir treffen uns gegen acht Uhr.
  • Emilia kommt um acht Uhr.
  • Hannah hat bis elf Uhr geschlafen.



Lokale Präpositionen

Die lokalen Präpositionen bzw. Präpositionen des Ortes geben einen Ort oder eine Bewegung an. Übliche lokale Verhältniswörter sind: neben, hinter, auf, in, an, zu, vor. Du erfragst sie mit folgenden Fragen: Wo? Woher? Wohin?

Beispiele:

  • Neben dem Tisch befinden sich sechs Stühle.
  • Corinna lernt zu schwimmen.
  • Doris wohnt in Köln.

Was sind versteckte Präpositionen?

Neben den offensichtlichen Präpositionen gibt es die sogenannten versteckten Präpositionen. Bei diesen Wörtern handelt es sich um zusammengezogene Wörter. Sie bestehen aus einer Präposition und einem Artikel. Du kannst folgende Präpositionen mit einem Artikel verbinden: durch, vor, um, in, hinter, über, unter, auf, an, für, bei, zu, von.

Beispiele:

  • Alina fährt heute zum Arzt. (zu + dem = zum)
  • Tim war gestern beim Basketball. (bei + dem = beim)
  • Jonas läuft durchs Getümmel. (durch + das = durchs)
  • Mark liegt noch im Bett. (in + dem = im)
  • Beate ist vom Klettern begeistert. (von + dem = vom)

Wo stehen Präpositionen im Satz?

Präpositionen können sich entweder auf ein Substantiv, ein Pronomen, ein Adjektiv oder ein Adverb beziehen. Wo die Verhältniswörter im Satz stehen, hängt von der jeweiligen Präposition ab.

Vor dem Bezugswort

Präpositionen stehen in den meisten Fällen vor ihrem Bezugswort.

Beispiele:

  • Du gehst in die Stadt.
  • Heute fahre ich zuIsa.
  • Sie laufen barfuß auf dem nassen Rasen.
  • Seit gestern habe ich Kopfschmerzen.



Vor oder hinter dem Bezugswort

Manchmal kann die Präposition vor oder hinter dem Bezugswort stehen.

Beispiele:

  • Wir sind gegenüber unserem neuen Mitschüler freundlich.
  • Wir sind unserem neuen Mitschüler gegenüberfreundlich.
  • Die Familie läuft entlang des Sees.
  • Die Familie läuft den See entlang.

Hinter dem Bezugswort

Teilweise muss die Präposition hinter dem Bezugswort stehen.

Beispiele:

  • Dem Wetterbericht zufolge soll es heute regnen.
  • Erledige dies bitte mir zuliebe.

Umrahmung des Bezugsworts

In anderen Fällen kann die Präposition das Bezugswort umrahmen. Dies ist bei manchen Präpositionen, die aus zwei Teilen bestehen, möglich.

Beispiele:

  • Von jetzt an gibt es keine Geheimnisse mehr.
  • Um uns herum ist es still.

In welchem Fall muss das Bezugswort stehen?

Die Präposition entscheidet häufig darüber, in welchem Kasus (Fall) du das Bezugswort setzen musst. Es gibt insgesamt vier Fälle: den Nominativ, den Genitiv, den Dativ sowie den Akkusativ. Bezugswörter im Nominativ benötigen keine Präposition.

Genitiv

Das Bezugswort muss unter anderem bei folgenden Präpositionen im Genitiv stehen: dank, aufgrund, entlang, während, nördlich, südlich, zugunsten, trotz, wegen, weitab, beiderseits, infolge, innerhalb, anstelle, angesichts, außerhalb.

Beispiel:

  • Aufgrund des gestrigen Sturms ist die Landschaft verwüstet.

Dativ

Der Dativ wird unter anderem von den folgenden Präpositionen gefordert: gemäß, entgegen, gegenüber, mit, seit, zu, aus, bei, nach, samt, entsprechend, von, getreu, außer.

Beispiele:

  • Monika läuft mit ihrer Tochter durch den Wald.

Akkusativ

Das Bezugswort muss sich unter anderem bei folgenden Verhältniswörtern im Akkusativ befinden: durch, um, gegen, für, bis, ohne, … entlang, um … herum,

Beispiele:

  • Wir stimmen für dein Team.

Achtung! Bei manchen Präpositionen kann das Bezugswort im Dativ oder im Akkusativ stehen. Dies ist bei den folgenden Präpositionen der Fall: vor, hinter, an, auf, in, zwischen, neben, über, unter. Wenn du nach „Wo?“ fragen kannst, muss das Bezugswort im Dativ stehen. Kannst du nach „Wohin?“ fragen, muss das Bezugswort im Akkusativ stehen.

Beispiel:

  • Dativ: Ich sitze zwischen den Stühlen.
  • Akkusativ: Ich setze mich zwischen die Stühlen.

Präpositionen von Adverbien und Konjunktionen unterscheiden

Manche Präpositionen können als Adverbien oder als Konjunktionen zum Einsatz kommen. Daher können Präpositionen leicht mit Adverbien sowie mit Konjunktionen verwechselt werden. Nachfolgend erfährst du, wie du herausfinden kannst, ob es sich um eine Präposition oder um ein Adverb bzw. um eine Konjunktion handelt.

Der Unterschied zwischen einer Präposition und einem Adverb

Eine Präposition ist kein Satzglied. Nur zusammen mit anderen Wörtern wird die Präposition zu einem Satzglied. Adverbien können hingegen alleine als Satzglied gelten.

Beispiel:

  • Die Stadt befindet sich außerhalb des Landes. (In diesem Fall ist „außerhalb“ eine Präposition, die sich auf das Substantiv und seinen Begleiter bezieht.)
  • Die Stadt befindet sich außerhalb. (In diesem Fall ist „außerhalb“ ein Adverb.)

Der Unterschied zwischen einer Präposition und einer Konjunktion

Konjunktionen benutzt du, um zwei Sätze oder zwei Satzteile miteinander zu verbinden.

Beispiel:

  • Die Schüler sollten während der Unterrichtsstunde gut aufpassen. (In diesem Fall ist „während“ eine Präposition und bezieht sich auf das Substantiv sowie seinem Begleiter.)
  • Die Schüler sollten gut aufpassen, während der Lehrer ihnen etwas erklärt. (In diesem Fall ist „während“ eine Konjunktion und verbindet einen Hauptsatz mit einem Nebensatz.)
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