Die Wahrscheinlichkeitsrechnung und die gesamte Statistik stüzen sich immer auf Daten. Um Aussagen treffen zu können oder Prognosen zu erstellen, musst du vorhandene Daten auswerten. Aber woher bekommst du Daten, die du analysieren kannst? Manchmal hast du Glück und du kannst dich auf bereits vorhandene Daten stüzen. Das Bundesamt für Statistik veröffentlicht zum Beispiel regelmäßig Daten, auf die du zurückgreifen kannst. Manchmal gibt es aber zu bestimmten konkreten Fragestellungen noch keine Informationen. In diesem Fall musst du selbst Daten erheben. Wie eine Datenerhebung funktioniert und welche Arten es gibt, erklären wir dir in diesem Artikel.

Was genau sind Daten?

Daten sind nichts anderes als Informationen oder Antworten auf bestimmte Fragen. Du könntest zum Beispiel herausfinden wollen, wie groß die einzelnen Schülerinnen und Schüler in deiner Klasse sind. Dafür würdest du die individuellen Größen aufschreiben oder in einer Tabelle sammeln und hättest schon Daten. Deiner Fantasie sind bei der Datenerhebung keine Grenzen gesetzt. Du könntest zum Beispiel außerdem die Schuhgröße, die liebste Eissorte und den Namen des Haustiers erheben und hättest dann sogar noch mehr Informationen, die du auswerten kannst.

Welche Arten der Datenerhebung gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man vier Arten der Datenerhebung. Diese eignen sich für unterschiedliche Fragestellungen und nicht jede Methode ist für jede Art von Daten geeignet.

Messung

Eine Messung von Daten kannst du immer nur dann vornehmen, wenn das Merkmal, zu dem du Daten erhebst, messbar ist. Zum Beispiel kannst du ein ganzes Jahr lang täglich zu drei verschiedenen Zeitpunkten die Temperatur vom Thermometer ablesen und aufschreiben. Oder du kannst genau messen, wie lange jede Schülerin und jeder Schüler aus deiner Klasse für den Schulweg braucht.

Beobachtung

Eine Beobachtung funktioniert so ähnlich wie eine Messung, allerdings kannst du mit ihr auch Daten erheben, die nicht so genau messbar sind. Zum Beispiel könntest du die Anzahl der Menschen mit einer roten Jacke zählen, die jeden Tag durch deine Straße gehen. Dies kannst du nicht einfach nachmessen und ablesen, sondern du musst dich an einer günstigen Stelle positionieren und mitzählen. Eventuell hat deine Beobachtung sogar Einfluss auf deine Datenerhebung. Wenn du zum Beispiel alle Menschen zählst, die die Straßenseite wechseln, könnte es sein, dass manche die Seite wechseln, weil sie glauben, dass du sie befragen möchtest, sie darauf aber gar keine Lust haben. Vielleicht wären sie auf derselben Straßenseite geblieben, wenn du nicht dort gestanden und gezählt hättest.

Befragung

Du kannst auch sehr gut Daten erheben, indem du einfach nach Informationen fragst. Wenn du die Lieblingsfarbe deiner Mitschüler und Mitschülerinnen wissen möchtest, ist die einfachste Möglichkeit, eine Datenerhebung durchzuführen, sie danach zu fragen. Dies kannst du persönlich in Form eines Interviews tun oder schriftlich. Bei einer schriftlichen Befragung kannst du den Befragten außerdem die Option einräumen, anonym zu bleiben. Bei der Lieblingsfarbe spielt das vielleicht keine große Rolle, aber gerade bei persönlicheren Daten sind viele Menschen eher bereit, offen zu sein, wenn sie ihren Namen nicht nennen müssen.

Experiment

Manche Daten kannst du auch nur durch Ausprobieren erheben, und zwar, indem du ein Experiment durchführst. Wenn du zum Beispiel wissen möchtest, wie Menschen reagieren, wenn sie plötzlich keinen Internet-Empfang mehr haben, musst du ein entsprechendes Experiment durchführen und durch eine Beobachtung ergänzen. Aber auch, wenn du 1.000 Mal eine Münze hintereinander wirfst und dir das Ergebnis notierst, ist das ein Experiment.

Datenschutz

Persönliche Daten gehören einem immer selbst. Deswegen darfst du personenbezogene Daten nicht einfach erheben und speichern, also aufschreiben oder in eine Datei schreiben. Personenbezogene Daten sind solche, die Rückschluss auf die einzelne Person zulassen.

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