Neu an der Schule zu sein, kann viele Gründe haben: ein Umzug, der Wechsel auf eine weiterführende Schule, die erste Einschulung überhaupt oder der Neuanfang erfolgt aufgrund von Problemen an der alten Schule. Die ersten Tage in einem neuen Umfeld und unter fremden Menschen können für dich ganz schön herausfordernd aber auch sehr schön werden. Wir geben dir praktische Tipps, wie du den Einstieg an einer neuen Schule meisterst.

Gemischte Gefühle

Ganz klar, neu an der Schule zu sein erzeugt ein Gemisch aus Vorstellungen, Hoffnungen und wahrscheinlich auch ein paar Ängsten. Dass du dich trotz der Vorfreude nicht so ganz wohl in deiner Haut fühlst, ist völlig normal. Allen Menschen geht es so, dass sie Neuem zuerst einmal auch kritisch gegenüberstehen – und das ist auch vollkommen richtig so. Hast du allzu große Sorgen und Ängste, weil du vielleicht wegen vorausgegangenen Problemen mit Mitschülern oder Mitschülerinnen neu an der Schule bist, solltest du dich unbedingt jemandem anvertrauen. Werden Gefühle ausgesprochen und leiht einem jemand ein liebevolles Ohr, verlieren viele Ängste schnell den Schrecken. Ansonsten solltest du dem großen Tag einfach mit Gelassenheit entgegenblicken und mit einer guten Portion Neugier in das neue Umfeld starten. Neu an der Schule zu sein, neue Menschen kennenzulernen, Gebäude und Umgebungen zu erkunden, kann viel Spaß bereiten.

Deine Gewohnheiten anpassen

Liegt die Schule in einem ganz neuen Gebiet oder ist gar ein Umzug der Grund für den Neuanfang, ist es sinnvoll, den Schulweg vorher bereits kennenzulernen. Wenn du öffentliche Verkehrsmittel nutzt, klärst du Fahrzeiten und die Dauer für deinen neuen Schulweg am besten schon einige Zeit vorher. Vielleicht musst du die Zeit, zu der dein Wecker klingelt, und deine morgendliche Vorbereitung insgesamt etwas anpassen. Ratsam ist es auf jeden Fall, den ersten Tag so entspannt wie möglich anzugehen. Liegen die Sommerferien hinter dir, kannst du schon einige Tage vorher beginnen, wieder etwas früher zu Bett zu gehen. Vielleicht hast du auch die Gelegenheit, ein für dich ganz neues Schulgebäude bereits vor dem ersten Schultag zu erkunden. Das alles nimmt Stress und Druck aus dem Neustart.

Sei nachsichtig mit dir selbst

Hast du anfangs noch etwas Probleme oder will dir die neue Schule zuerst einmal so gar nicht gefallen, dann gib nicht gleich auf. Solche Start- und Anpassungsschwierigkeiten gibt es immer und auch in der Arbeitswelt ist eine Probezeit normal. Das bedeutet, dass alle Menschen Zeit brauchen, sich an neue Umfelder, Gewohnheiten und Menschen anzupassen. In der Regel kann man erst nach etwa drei Monaten wirklich beurteilen, wie die Aussichten in einem neuen Umfeld tatsächlich sind. Stresst dich die Situation sehr, solltest du außerhalb der Schule gut auf dich Acht geben und für den Ausgleich sorgen. Geh mit Freundinnen shoppen oder widme dich deinen liebsten Hobbys. Auf dem Fußballplatz sind viele Sorgen schnell vergessen. Bist du ganz neu an einem Ort, lohnt es sich, Neues zu entdecken. Auch wenn die Schule einen großen Teil deines Lebens ausmacht, so ist sie doch nicht alles!

Gleichgesinnte finden

Jeder, der neu an der Schule ist, sieht sich natürlich nach neuen Bekanntschaften und Freunden um. Gelungene soziale Kontakte geben Halt und bereichern den Schullalltag. Zwischen den Stunden ist genug Zeit, sich kennenzulernen und über gemeinsame Interessen zu sprechen. In der Regel wirst du wahrscheinlich sehr schnell herausfinden, welche Mitschüler dir ähnlich sind und mit wem du dich gerne anfreunden möchtest. Wichtig ist es, dass du dich nicht verstellst oder verbiegst, nur um manchen Mitschülern zu gefallen. Sei ehrlich mit dir selbst, prüfe für dich und schau mit welchen Schulkameraden du dich wirklich wohl fühlst.

Hilfe bei der Integration

Am einfachsten ist der Start natürlich, wenn alle Schüler einer Klasse neu an der Schule sind. Bestehende Klassengemeinschaften können es einem einzelnen Neuankömmling schon mal schwer machen, sich einen Platz zu erobern. Cliquen, Meinungsführer und Eifersüchteleien können den Schulalltag schnell vermiesen. Solltest du solche Probleme kennen oder gar aus Gründen von Mobbing oder sozialem Stress die Schule gewechselt haben, ist es wichtig, eine Schule zu wählen, die sensibel und offen auf diese Thematik eingeht. Am einfachsten bemerken du und deine Eltern sicher schon bei einem Vorgespräch, ob ein Schulleiter passende Eingliederungsprogramme oder speziell geschulte Lehrer vorweisen kann. Es gibt tolle Spiele, die das gegenseitige Kennenlernen vereinfachen und selbst alteingesessen Schülern Freude bereiten. Manche Schulen bieten auch die anfängliche Begleitung durch einen Tutor an. Das ist meistens ein Mitschüler mit besonderer sozialer Kompetenz, der dir etwas zur Seite steht.

Was tun bei Problemen?

Solltest du an einer neuen Schule wirklich nicht zurecht kommen oder große Probleme haben, dich einzufinden, musst du dich jemandem anvertrauen. Gut kann es auch sein, die Probleme mit einer Person zu besprechen, die etwas außerhalb steht und nicht zum Schulalltag gehört. Und natürlich musst du auch deine Eltern informieren. Wenn du zum wiederholten Male neu an der Schule warst und dir immer die gleichen Probleme begegnen, ist es wichtig heraus zu finden, woran das liegen kann. An vielen Schulen gibt es auch Vertrauenslehrkräfte oder sogar speziell ausgebildete Sozialarbeiter. Diese kennen die Probleme, die unter Kindern und Jugendlichen im Schulalltag herrschen meistens sehr gut und können dir die ein oder andere Hilfestellung geben.

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