Wer kennt das nicht? Die Prüfung oder Klassenarbeit scheint noch in weiter Ferne, also kann die Vorbereitung auch getrost noch ein bisschen warten. Außerdem hast du an einem normalen Tag sowieso keine Zeit fürs Lernen. Die Schule selbst nimmt schon so viel Zeit in Anspruch, dann musst du noch Hausaufgaben machen und dich um alle möglichen Dinge kümmern. Und ein bisschen Freizeit brauchst du auch noch, um mal vom Schulstress auszuspannen.

Doch oft vergeht die Zeit bis zur nächsten Klausur viel zu schnell und du fragst dich, wie du dich jetzt noch einigermaßen gut vorbereiten kannst. Die Lösung hierfür: ein gutes Zeitmanagement. Und das fängt schon da an, wo du eigentlich noch gar nicht an die nächste Arbeit denken willst: im Alltag. Denn wenn du dir jeden Tag nur 30 Minuten Zeit fürs Lernen verschaffst, musst du nie wieder in kürzester Zeit Unmengen an Stoff bewältigen. Mit unseren 5 Tipps ist das ganz einfach.




5 Tipps, wie du jeden Tag Zeit fürs Lernen findest

Tipp 1: Gib deinen Tagen Struktur.

Am einfachsten ist es, Zeit für etwas zu finden, das man sich vornimmt, wenn man es immer zur selben Zeit macht. Findest du täglich Zeit zum Frühstücken? Anziehen? Zähneputzen? Deine Lieblingsserie schauen? Wahrscheinlich ja, denn du hast sie in deinen Tagesablauf integriert. Vielleicht stehst du nicht jeden Morgen um dieselbe Zeit auf, aber wahrscheinlich ist der anschließende Ablauf jeden Tag ziemlich ähnlich. Das Tolle daran: Du musst gar nicht überlegen, was du als nächstes machst, sondern erledigst es ganz einfach automatisch.

Wenn du dir also jeden Tag ein wenig Zeit zum Lernen einräumen möchtest, solltest du einen festen Zeitpunkt dafür haben, und zwar weniger eine Uhrzeit als vielmehr einen Anker in deinem restlichen Tagesablauf. Besser als sich vorzunehmen, jeden Tag von drei bis halb vier zu lernen, ist es daher, wenn du dir die halbe Stunde nach dem Mittagessen oder direkt nach der Schule frei hältst. Damit verknüpfst du die Zeit fürs Lernen mit etwas anderem und sie wird zum festen Bestandteil deines Tagesablaufs.

Tipp 2: Identifiziere und bändige Zeit-Diebe.

Jeder hat sie, die Angewohnheiten, in die man immer sofort eintauchen kann und die Zeit komplett um sich herum vergisst. Mal kurz der besten Freundin schreiben, ein bisschen surfen, ein paar Serien-Folgen schauen oder Musik hören – und schon ist der Tag vorbei, ohne dass man es so richtig gemerkt hätte. Dieses Abtauchen ist gut und wichtig, weil wir so Abstand vom Alltag gewinnen können. Wenn wir in unserer jeweiligen „Zone“ sind, entspannen wir und lassen nichts an uns herankommen. Wenn wir das jedoch unkontrolliert einfach geschehen lassen, bleibt bald keine Zeit mehr für anderes.

Zu einem guten Zeitmanagement gehört daher, dass du deine persönlichen Zeit-Diebe identifizierst und bändigst. Am einfachsten geht das, indem du dir am Ende des Tages gezielt Zeit dafür einplanst oder aber dir einen Wecker stellst, wenn du tagsüber „abtauchen“ willst. So musst du nicht auf deine persönliche Auszeit verzichten, schaffst aber daneben auch noch andere Dinge.




Tipp 3: Sammle kleinere Aufgaben und erledige sie am Stück.

Kennst du das? Gerade hast du angefangen, etwas zu lernen, da fällt dir ein, dass du deiner Freundin ein Buch mitbringen wolltest. Also stehst du auf und packst es schnell ein. Kaum bist du wieder vertieft, erinnerst du dich daran, dass du deiner Mutter versprochen hattest, die Spülmaschine auszuräumen. Das ist ja schnell erledigt, also machst du es sofort. Und machst dir, um Zeit zu sparen, schnell noch eine Kleinigkeit zu essen. Bevor du damit fertig bist und wieder anfangen kannst, steht auch schon dein nächster Termin an. Und heute ist damit leider nichts aus dem Lernen geworden. Wenn dir das bekannt vorkommt, hast du das gleiche Problem wie viele Menschen. Du lässt dich schnell von anderen Aufgaben ablenken, die in dem Moment auch wichtig und dringend erscheinen. Das, was du dir eigentlich vorgenommen hattest, bleibt dadurch liegen.

Vor allem ist daran ärgerlich, dass du dich nach jeder kleinen Unterbrechung aufs Neue einarbeiten musst, weil du mit den Gedanken zwischendurch ja ganz woanders warst. Ein ganz einfacher Tipp, um dieses Problem zu lösen, besteht darin, dass du dir einfach einen Zettel und einen Stift an deinen Arbeitsplatz legst. Immer, wenn dir etwas einfällt, was du noch erledigen wolltest, schreibst du es auf, anstatt es direkt zu machen. Und wenn du mit dem Lernen fertig bist, erledigst du all diese Dinge am Stück. Dadurch kannst du dich während des Lernens besser konzentrieren. Und du sparst anschließend auch noch Zeit, weil du nicht ständig von einer Aufgabe zur nächsten wechselst.

Tipp 4: Trenne die Zeit zum Lernen von der Zeit zum Entspannen.

Wenn du dich gut für die Schule vorbereiten möchtest, ist es nicht nur wichtig, dass du dir Zeit zum Lernen nimmst. Genau so brauchst du auch ausreichend Entspannung, damit die Lernerei nicht zum Stress gerät. Daher ist es sinnvoll, dass du die Zeit zum Lernen von deiner Freizeit trennst – und über beide in gleicher Weise wachst. In deiner Lern-Zeit solltest du alles daran setzen, möglichst konzentriert zu sein und dich zu fokussieren. Aber danach ist am besten auch Schluss. Denn deine Freizeit ist dazu da, dass du dich erholst, und nicht, dass du noch mehr Zeit ins Lernen steckst. Also: Lieber die Zeit fürs Lernen gut ausnutzen und anschließend deinen Hobbys nachgehen als das Lernen immer weiter hinauszuzögern und nachher gar keine Freizeit mehr zu haben.




Tipp 5: Nutze deine Lern-Zeit richtig aus.

Wenn du wirklich jeden Tag nur eine halbe Stunde lernen möchtest, ist es sehr wichtig, dass du diese Zeit gut nutzt. Das bedeutet, dass du nicht in den ersten zehn Minuten deine Sachen zusammensuchst und dann zwanzig Minuten lang überlegst, was du sinnvollerweise jetzt lernst. Effizientes Zeitmanagement beginnt nämlich schon bei der Planung. Viel besser ist es daher, wenn du deine halbe Stunde am Montag zum Beispiel dazu nutzt, den Rest der Woche zu planen. Es ist sinnvoll, wenn du möglichst konkret vorher festlegst, was du lernen möchtest. Dann kannst du nämlich in der ersten Minute damit anfangen und bist wirklich nach dreißig Minuten fertig. Und hast in der Zeit einiges geschafft.

Hast du auch Tipps für ein besseres Zeitmanagement für die Schule? Dann immer her damit in den Kommentaren!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.