Hast du das Gefühl, du sitzt ewig über deinen Hausaufgaben? Du lernst und lernst und kommst trotzdem nicht voran? Lassen die Noten deiner Klausuren zu wünschen übrig, obwohl du einiges dafür tust? Dann solltest du deine Vorbereitungen für die Schule überdenken. Bestimmt kannst du diese verbessern. Hier erfährst du, wie du organisiert lernen kannst.

Darum ist organisiertes Lernen wichtig

Jetzt fragst du dich vielleicht, weshalb du das Lernen erst planen sollst. Da benötigst du ja noch mehr Zeit. Du wirst staunen: Das Gegenteil ist der Fall. Wenn du gut vorbereitet bist, lernst du viel effizienter und wirst mehr Zeit für Hobbys, Freunde und Sport übrig haben. Wenn du vor dem Lernen Ordnung schaffst und ein Konzept hast, wirst du den Stoff schneller verstehen, er bleibt dir besser in Erinnerung und du wirst dich nicht nur an der Klausur daran erinnern, sondern auch später noch.

Organisiertes Lernen ist langfristiges Lernen. Du sorgst dafür, dass der Stoff im Langzeitgedächtnis hängen bleibt und nicht gleich wieder vergessen geht. Du musst für eventuelle Abschlussprüfungen weniger repetieren, eignest dir Fähigkeiten fürs ganze Leben an und kannst später im Berufsleben davon profitieren.




Deine Lernumgebung

Bestimmt hast du einen Ort, an dem du dich regelmäßig für die Schule vorbereitest.

Überlege dir einmal, wie es dort aussieht und ob du dich dort wohlfühlst. Es gibt sicher ein paar Dinge, die du verbessern kannst.

Für ein konzentriertes Lernen brauchst du Ruhe. Sprechende Leute, klingelnde Telefone, piepende SMS und laute Geräusche stören den Lernprozess. Du wirst unterbrochen und musst dich wieder neu in den Stoff einarbeiten. Dadurch verschwendest du unnötig Zeit und wirst müde, ohne dass du viel getan hast.

Leg dein Handy zur Seite und mach den Computer aus, wenn du ihn nicht brauchst. Falls du unterwegs lernst, kannst du es mit Ohrstöpseln versuchen. An deinem Arbeitsplatz sollte es zudem hell sein. Achte darauf, dass Licht auf dein Heft oder Buch fällt. Wenn du alles zweimal lesen musst, weil du den Text kaum erkennen kannst, kommst du nicht voran und strengst deine Augen unnötig an.

Dein Platz am Schreibtisch

Du lernst wahrscheinlich häufig an deinem Schreibtisch.

Vor allem für Schreibarbeiten ist eine glatte Arbeitsfläche notwendig. Wie sieht es dort aus? Herrscht Chaos oder liegt alles geordnet vor dir?

Mit etwas System kannst du viel Zeit sparen. Staple deine Hefte und Bücher nach Fächern, stelle Zusammengehörendes nebeneinander ins Bücherbord oder lege es in die gleiche Schublade.

Alles sollte seinen Platz haben. So findest du es rasch und vergeudest keine Zeit mit Suchen.

Noch übersichtlicher wird es, wenn du für jedes Schulfach eine andere Farbe wählst: zum Beispiel gelbe Ordner, Hefte und Mappen für Mathe, Rot für Englisch usw. Du erkennst auf einen Blick, wo die entsprechenden Sachen sind.

Zudem solltest du einen Schreibtischstuhl haben, auf dem du gut sitzt. Wenn du ständig herumzappelst und eine gemütliche Position suchst, bist du unkonzentriert. Achte darauf, dass du die Füße flach auf den Boden stellst und deine Beine dabei einen rechten Winkel bilden. Der Rücken sollte gerade und nicht zu tief über den Tisch gebeugt sein. So hast du eine gesunde Haltung für deinen Körper.




Planung ist das halbe Lernen

Was, auch noch planen?

Geht es nicht schneller, wenn du gleich mit dem Lernen loslegst?

Nein, mit einer guten und übersichtlichen Vorbereitung sparst du unter dem Strich eine Menge Zeit. Eine schnelle Methode sind To-do-Listen. Notiere alles, was du heute erledigen musst, in einer Spalte oder auf einer Seite eines Heftes. Am besten ordnest du die Aufgaben hierarchisch oder nummerierst sie am Schluss durch: erstens gleich am wichtigsten, zweitens gleich als nächstes zu tun usw.

In die zweite Spalte oder auf eine weitere Seite schreibst du, was bis morgen zu bearbeiten ist. Vollbrachte Aufgaben streichst du. So behältst du den Überblick und fühlst dich gut, wenn du viel gestrichen hast.

Organisiertes Lernen fordert eine exakte Vorbereitung

Noch präziser bereitest du dich mit einem Tages– und Wochenplan vor. Hier notierst du dir die Tageszeiten bzw. die Wochentage und schreibst genau auf, was du zu welcher Zeit machen willst.

Zum Beispiel planst du von zwei bis viertel vor drei Matheaufgaben ein und von drei bis halb vier lernst du Englischvokabeln.

Wichtig ist, dass dein Plan auch Pausen enthält. Länger als drei Viertelstunden am Stück hält deine Konzentration kaum an. Nimm dir zehn bis fünfzehn Minuten Zeit, um frische Luft zu schnappen, dich zu bewegen oder etwas Kleines zu essen. Danach bist du fit zum Weitermachen. Wähle jetzt ein anderes Fach, Abwechslung ist wichtig.

Natürlich sollst du im Tages- und Wochenplan auch deine Freizeit berücksichtigen. Halte dir bewusst Zeiten für deine Hobbys und Aktivitäten mit Freunden frei.

Stimme dich aufs organisierte Lernen ein

Damit du mit dem Lernen gleich loslegen kannst, solltest du gut vorbereitet sein. Notiere dir in der Schule in einem Hausaufgabenheft, was du bis wann zu erledigen hast.

Zuhause ergänzt du deinen Wochenplan und bereitest deinen Arbeitsplatz vor, indem du deine Notizen, Hefte und Bücher sortierst.

Lege dir alles bereit, was du heute bearbeiten musst, und zwar gleich in der Reihenfolge seiner Dringlichkeit.

Ähnliche Aufgaben machst du am besten mit- oder nacheinander, dann musst du dich nur einmal einarbeiten. Schreibe dir wichtige Dinge immer am gleichen Ort auf. Vielleicht hast du eine Pinnwand mit bunten Zetteln für verschiedene Sachen. Dort kannst du auch deine To-do-Liste oder deinen Wochenplan anheften.

Wiederholung ist die andere Hälfte vom Lernen

Wenn du dir einen Text im Bio- oder Geschichtsbuch einmal durchliest, kannst du dir allerhöchstens die Hälfte davon merken. Das Zauberwort beim organisierten Lernen heißt Wiederholung.

Je öfter du etwas repetierst, desto besser bleibt es in deinem Gedächtnis haften.

Allerdings bringt es nichts, wenn du den Text gleich dreimal hintereinander liest. Ideal ist es, wenn du das an verschiedenen Tagen tust. Statt am Abend vor der Klausur stundenlang über einem Thema zu brüten, verteilst du das Lernen auf die Tage davor.




Organisiertes Lernen und Texterschließung

Statt den Text nur zu lesen, solltest du ihn verarbeiten. So kann dein Gehirn Neues mit bereits Gelerntem verbinden. Das funktioniert auf verschiedene Arten.

Du kannst den gelesenen Text zusammenfassen, ihn in einem Mindmap oder als Hierarchie darstellen. Beim Repetieren musst du nur deine selbst verfasste Übersicht durchgehen. Vielleicht bist du auch künstlerisch begabt und machst dir gerne ein paar Skizzen oder du lernst am besten über die Ohren und sagst dir das Ganze laut vor. Am besten erzählst du das Gelernte einem Freund oder deinen Eltern, dann siehst du, ob du es verständlich erklären kannst. Ist dir das organisierte Lernen gelungen und du hast richtig viel geschafft, darfst du dich auch mal mit einem Stück Schokolade oder einer anderen Leckerei belohnen.

Tipps, wie du Texte besser verstehen kannst, findest du hier. >>

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