Karteikarten sind eine optimale und beliebte Möglichkeit, sich beim Lernen selbst zu kontrollieren und abzufragen, ohne dass eine andere Person einem dabei behilflich sein muss. Sie haben den Vorteil, dass du alle wichtigen Informationen kurz und bündig vorliegen hast und auf einen Blick erkennst, welche Fakten du dir einprägen musst. Alles, was du über das Erstellen und das Lernen mit Karteikarten wissen musst, und wie dich mit deren Hilfe auf jede Prüfung effektiv vorbereitest, erfährst du im nachfolgenden Text.

Deshalb eignen sich Karteikarten besonders gut zum Lernen

Wer mit Karteikarten lernen möchte, hat den Vorteil, dass der oft lange und zusammenhängende Fließtext zu einem Thema übersichtlich gestückelt werden kann. Es ist leichter, kurze und prägnante Fakten zu verinnerlichen, als lange, über mehrere Kapitel gehende Texte. Du kannst natürlich nicht nur Texte mit Karteikarten lernen, sondern auch Grafiken, Diagramme und Tabellen auf diese übertragen. Um nach dem Erstellen der Karten auch effektiv lernen zu können, benötigst du dafür nicht einmal einen Partner, der dich zum Stoff abfragt, sondern du kannst dies ganz einfach selbst machen.
Karteikarten lassen sich auch bequem überallhin mitnehmen, so dass du dich ortsungebunden, zum Beispiel während einer Bahn- oder Busfahrt, auf eine anstehende Prüfung vorbereiten kannst, wenn dir das liegt. Auch für die Planung deiner Klausurvorbereitung eignet es sich, mit den Karten zu lernen, da du dir einzelne, aufeinander aufbauende Lernabschnitte einteilen kannst. So kannst du für jeden Abschnitt eine unterschiedliche Farbe benutzen und weißt immer auf den ersten Blick, welche Karten du für welches Thema brauchst.

Wie du deine Karteikarten erstellst

Bevor man sich seine Karteikarten erstellt, ist es empfehlenswert, den Lernstoff, den man für die anstehende Prüfung bearbeiten muss, zunächst einmal zu exzerpieren. Dies bedeutet, sich die wichtigsten Inhalte herauszuschreiben und die Kernaussage dessen, was das Thema vorgibt, übersichtlich in Stichpunkten zu gliedern. Ganz anders sieht die Sache bei Vokabeln oder vorgegebenen Definitionen aus: Hier ist diese Arbeit bereits vorweggenommen, alle relevanten Begriffe stehen bereits einzeln und für sich. Der nächste Schritt ist nun, die gesammelten Informationen auf deine Karten zu übertragen. Am besten ist hier die „Frage-Antwort“-Unterteilung. Ein Beispiel: Für das Fach Biologie musst du eine Definition lernen. Nun schreibst du auf die Vorderseite deiner Karteikarte die Frage „Was versteht man unter Fotosynthese?“. Auf die Rückseite trägst die dazugehörige Antwort ein. Es ist zu empfehlen, nicht zu viele Fragen auf einmal auf eine Karteikarte zu schreiben, da man ansonsten schnell die Übersicht verlieren kann. Am besten ist es, wenn du maximal drei Fragen pro Karte verwendest. Du kannst dir wichtige Schlüsselwörter auch farblich markieren, so dass du genau weißt, um welchen Kernbegriff es gerade geht. Das gleiche Schema wie oben beschrieben wendest du bei Vokabeln zum Beispiel für den Englischunterricht an. Auf einer Seite befindet sich das deutsche, auf der gegenüberliegenden das englische Wort. Ein großer Vorteil ist, dass sich bereits beim Übertragen der Inhalte auf die Karten viele Informationen des Stoffes im Gedächtnis einprägen. Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. So gibt es zum Beispiel Schüler, denen es hilft, sich Eselsbrücken mit Hilfe von Bildern oder Merksätzen zu erstellen. Jeder ist individuell und weiß am besten, welche Tricks und Kniffe bei ihm besonders gut funktionieren.

Welche Themen kann man am besten mit Karteikarten lernen?

Wie du im oberen Abschnitt bereits ein wenig herauslesen konntest, eignen sich Karteikarten besonders gut zum Lernen von Fakten. Wann fand welches geschichtliche Ereignis statt, wie ist eine Zelle aufgebaut, was bedeutet eigentlich Kühlschrank auf Englisch? Alle Fragen, die eine klare und eindeutige Antwort nach sich ziehen, lassen sich hervorragend mit Karteikarten lernen. Offene Fragestellungen, die dir viel Freiheit und Kreativität lassen, fallen hier eher weg.
Wie beim Lernen allgemein ist auch bei der Arbeit mit Karteikarten im Speziellen eine Grundordnung und gute Strukturierung die halbe Miete. Die bestformulierten und aufwendig kreierten Karteikarten nützen einem wenig, wenn sie in einem heillosen Durcheinander quer in der Wohnung verteilt liegen. Schaffe dir deshalb unbedingt eine Ordnung, die du auch auf lange Sicht einhalten kannst. Hierzu eignet es sich, deine Karten in speziellen Karteikarten-Boxen oder ähnlichen Behältern aufzubewahren. So hast du alle Karten jederzeit gebündelt und vollständig schnell zur Hand. Karteikarten lassen sich auch wunderbar in deinen Schulalltag einbauen und sollten nicht erst erstellt werden, wenn der Termin der Prüfung bedrohlich näher gerückt ist. Je früher du damit beginnst, die Informationen aus dem Unterricht zu sammeln und auf deine Karten niederzuschreiben, umso mehr Zeit wirst du hinterher haben, diese zu vertiefen und dir einzuprägen. Hast du dann einmal mit dem Lernen begonnen, ist es wichtig, darauf zu achten, die richtigen Prioritäten zu setzen. Verschaffe dir selbst einen Überblick darüber, welche Karten du schon besonders gut kannst und welche nicht. Markiere die Karten, die du dir noch einmal intensiver anschauen solltest und schaffe dir hierfür eigene Stapel. Wenn es um das Auswendiglernen von nicht zusammenhängenden Themen wie einzelnen Vokabeln geht, kannst du effektiv mit Karteikarten lernen, indem du diese immer wieder neu mischst. So stellst du sicher, dass du den Stoff auch unabhängig von einer Reihenfolge sicher beherrschst.

Gemeinsam mit Karteikarten lernen

Mit Karteikarten lernen heißt natürlich nicht, dass du zwangsläufig alleine üben musst. Hast du ein Familienmitglied in der Nähe, kann dieses dich wunderbar mit den Karten abfragen, da alle Informationen auf einen Blick einzusehen sind. So muss die andere Person sich vorher nicht mit dem Thema befasst haben oder erst die Textstelle suchen, zu der sie dich befragen soll. Mit Karteikarten lernen kann jeder. Diese Methode erfreut sich schon lange großer Beliebtheit, da sie bei der Gestaltung und Umsetzung viel Freiraum lässt. Jeder kann sich seine Karten nach seinen Vorlieben gestalten und ist an kein vorgegebenes Muster gebunden. Somit ist diese Form des Lernens eine große Erleichterung, die dir dabei hilft, die anfallenden Schulaufgaben sicher und strukturiert zu bewältigen. Hast du vielleicht Freunde aus einem höheren Jahrgang, die über dasselbe Thema geschrieben haben wie du, kannst du dir von ihnen sogar die passenden Karteikarten dazu ausleihen.

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