Jeder Mensch ist anders und weiß selbst am besten, wie er gut mit Lernstress umgehen kann. Es gibt allerdings bestimmte Lerntypen. Diese unterscheiden sich jeweils in der Art, wie der Lernstoff am besten aufgenommen und gespeichert werden.

Wofür sind Lerntypen eigentlich gut?

Um den Lernstoff richtig zu verstehen und uns gut im Gedächtnis einzuprägen, benötigen wir unsere Sinnesorgane. Dazu gehören die Augen, der Mund, die Ohren und natürlich der Geruchs-, Geschmacks- und der Tastsinn.




Über diese Sinnesorgane nehmen wir die Welt wahr, und sie helfen uns ebenso dabei, Lernstoff in unser Gehirn zu transportieren.

Je nachdem, über welche SInnesorgane man den Lernstoff am besten aufnimmt und behält, kann man vier verschiedene Lerntypen unterscheiden. Dabei ist jedoch auch klar, dass niemand nur in eine Kategorie fällt, sondern meist ein guter Mix aus verschiedenen Lernarten für den Einzelnen am besten ist.

Die unterschiedlichen Lerntypen

1: Der visuelle Lerntyp

Die meisten Menschen zählen zum visuellen Lerntyp. Bei diesem Typ steht das Auge als Sinnesorgan im Fokus.

Menschen des visuellen Lerntyps verstehen Dinge am besten, wenn sie sie selbst sehen.

Sachen, die beispielsweise über das Telefon, einen Podcast oder ein Hörbuch erklärt werden, können Menschen dieses Lernstyps nicht so gut nachvollziehen. Liegt der Lernstoff direkt vor solchen Lernern auf dem Tisch, landet das Wissen ganz schnell im Gehirn.

2: Der auditive Lerntyp

Menschen des autitiven Lerntyps nehmen am besten Wissen über das Ohr auf.

Sie können Dinge und vor allem den Lernstoff am besten aufnehmen, wenn sie ihn höre. Am besten prägen solche Lerner sich den Lernstoff ein, wenn dieser vorgelesen oder erklärt wird.

Dieser Lerntyp bevorzugt sogar Präsentationen ohne bildliche Darstellung, weil er sich so besser auf das Gesagte konzentrieren kann.

3: Der kommunikative Lerntyp

Der kommunikative Lerntyp lernt lieber in der Gruppe als alleine.

Ihm ist es wichtig, Dinge ausdiskutieren zu können. Durch Frage- und Antwort-Kommunikation kann sich dieser Lerntyp den Stoff am besten einprägen, und er kann die Informationen mit dieser Art des Lernens viel besser verarbeiten.




4: Der motorische Lerntyp

Der motorische Lerntyp lernt nach dem Motto: „Learning by Doing“. Er kann sich Dinge am besten einprägen, wenn er sie selbst einmal durchlebt hat.

Eine gute Lernmethode für diesen Lerntyp ist das Experimentieren oder Bauen. Auch Bewegungen während des Lernvorgangs helfen ihm, den Stoff besser zu verstehen. Der motorische Lerntyp ist bestens für das Gruppenlernen geeignet.

Wie kann ich feststellen, welcher Lerntyp ich bin?

Du möchtest auch herausfinden, welcher Lerntyp du bist? Gar kein Problem! In nur wenigen Schritten kannst auch du herausfinden, welcher Typ du bist.

Du solltest testen, auf welche Dinge dein Gehirn am besten und effektivsten reagiert. Ist es die Informationsaufnahme über das Hören? Oder doch eher über die aktive Kommunikation?

Am besten findest du deinen Lerntyp heraus, wenn du dich und dein Verhalten ganz genau beobachtest und schaust, worauf dein Gehirn am besten reagiert. Außerdem kann es sehr hilfreich sein, wenn du versuchst, dich zu erinnern, mit welchen Lernmethoden du dir den Stoff in der Vergangenheit am besten einprägen und merken konntest.

Vielleicht hast du in der Vergangenheit schon immer ein und dieselbe Taktik oder Methode angewandt, um dir den Lernstoff zu merken, hast es aber selbst gar nicht bemerkt. So etwas nennt man auch „unterbewusstes Lernen“.




Wofür ist das Herausfinden des individuellen Lerntyps gut?

Der Vorteil dran, zu wissen, welcher Lerntyp man ist, ist, dass einem das Lernen dann viel leichter fällt.

Jeder kennt es, man sitzt vor seiner Lernmappe und weiß einfach nicht, wie man den ganzen Stoff in seinen Kopf bekommen soll.

Weiß man jedoch, ob man am besten durch Lesen, Hören oder Nachspielen des Lernstoffes lernt, ist das Einprägen gleich viel leichter. Über den individuellen Lerntyp Bescheid zu wissen, sorgt auch dafür, dass es zu keiner schlechten Laune oder zu erzwungenem Lernen kommt, denn durch die richtige Lernmethode kann Lernen echt Spaß machen.

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