Max Frisch

Yvonne Kraus


Max Frisch war ein Schweizer Schriftsteller und Architekt. Er lebte und arbeitete von 1911 bis 1991 in Zürich. Er schrieb drei Romane und zahlreiche Theaterstücke. Seine Werke werden häufig im Deutsch-Unterricht der Schulen besprochen.

Leben

Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren. Sein Vater war Architekt. Frisch selbst begann bereits in der Schulzeit, erste Theaterstücke zu schreiben, jedoch mit wenig Erfolg. Nach der Schule entschloss er sich dennoch zu einem Germanistik-Studium, um zu schreiben und journalistisch tätig zu sein. Da er mit diesem Studium noch nicht zufrieden war, studierte er anschließend Architektur und arbeitete eine Zeitlang als Architekt. Schließlich entschied er sich doch, als Schriftsteller tätig zu sein und widmete sein Leben ganz dem Schreiben.




Max Frisch war unter anderem einige Jahre mit der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann liiert.

Frisch war der Meinung, dass sich ein künstlerisches und ein bürgerliches Leben nicht vereinen ließen. Insofern versuchte er immer nur entweder das eine oder das andere. Am Ende entschloss er sich schließlich zu einer Existenz als Künstler, wofür er seine damalige Familie auch verließ, um sich ganz auf das Schreiben konzentrieren zu können.

Themen

Die Veröffentlichungen von Max Frisch drehen sich häufig um den modernen Menschen und um die Suche nach Identität. Dabei befassen sie sich auch mit der Frage nach der eigenen Herkunft und nach Verantwortung für das eigene Tun, selbst, wenn man es nicht komplett überschauen kann.

Auch die Beziehung zwischen den Geschlechtern beschäftigte ihn immer wieder. Vor allem in seinen Tagebüchern, aber auch in den Theaterstücken, finden sich außerdem immer wieder politische und gesellschaftskritische Motive. Andorra beschäftigt sich beispielsweise mit Fremdenhass, der auch in den Nachkriegsjahren, in denen Frisch besonders aktiv wurde, sehr präsent war.

Später befasste Frisch sich literarisch mit dem Altern und (seinem) nahenden Tod, als die eigene Vergänglichkeit ihm zum Ende seines Lebens immer bewusster wurde.

Werke

Max Frisch hat das Tagebuch als literarische Gattung etabliert, so dass seine Tagebücher zu den wichtigsten seiner Werke zählen. Auszüge aus ihnen wie zum Beispiel Fragebögen werden gerne im Unterricht behandelt. Diese Tagebücher entstanden vor allem in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und spiegeln Frischs Gedankengänge zur Gesellschaft und zur politischen Situation wider. Sie waren für ihn außerdem der wichtigste (Wieder-)Einstieg in seine Tätigkeit als Autor und Schriftsteller.

Neben den bekannten Tagebüchern zählen unter anderem die folgenden Veröffentlichungen zu Frischs wichtigsten Werken:

Romane

  • Homo Faber (wurde von Volker Schlöndorff verfilmt)
  • Stiller
  • Mein Name sei Gantenbein

Erzählungen

  • Jürg Reinhart
  • J’adore ce qui me brûle oder Die Schwierigen
  • Montauk. Eine Erzählung
  • Der Mensch erscheint im Holozän
  • Blaubart



Theaterstücke

  • Biedermann und die Brandstifter
  • Die Chinesische Mauer
  • Andorra
  • Don Juan oder die Liebe zur Geometrie

Auszeichnungen

Die Werke von Max Frisch wurden vielfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er den Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf und den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1976).

Bildnachweis: Von Comet Photo AG (Zürich) – E-Pics Bildarchiv online http://doi.org/10.3932/ethz-a-000654914ETH-BIBLIOTHEKDieses Bild stammt aus der Sammlung der ETH-Bibliothek und wurde auf Wikimedia Commons im Rahmen einer Kooperation mit Wikimedia CH veröffentlicht. Berichtigungen und zusätzliche Informationen sind gern gesehen., CC-BY-SA 4.0, Link

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