Verben

Meike Backers


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Verben werden auch als Tätigkeitswörter, Zeitwörter und Tuwörter bezeichnet. Sie können Tätigkeiten, Vorgänge und Zustände beschreiben. Du musst Verben normalerweise kleinschreiben. Ausnahmen bilden die Verben, die zu einem Substantiv geformt werden. Diese Wörter gelten als Substantivierungen und werden großgeschrieben. Beispiele für Verben sind tanzen, singen und laufen. Im folgenden Artikel zeigen wir dir, wie du Verben konjugieren kannst und welche Verb-Arten es gibt.

Was sind Vollverben, Modalverben & Hilfsverben?

Verben können in Vollverben, Modalverben und Hilfsverben unterschieden werden. Nachfolgend erklären wir die unterschiedlichen Verbarten genauer.




Die Modalverben

Bei den Modalverben handelt es sich um die folgenden sechs Verben: können, dürfen, müssen, sollen, mögen, wollen. Zum einen können diese Verben als einzelne Verben in einem Satz stehen.

Beispiele:

  • Paul muss
  • Denise mag
  • André will nach Hause.

Zum anderen können die Modalverben mit einem weiteren Verb im Infinitiv in einem Satz stehen.

Beispiele:

  • Wir können noch bleiben.
  • Daniela darf den Kuchen essen.
  • Die Schüler müssen ihre Hausaufgaben machen.

Die Hilfsverben

Zu den Hilfsverben gehören die Verben sein, haben und werden. Diese Verben kannst du einerseits als einzelnes Verb in einem Satz verwenden.

Beispiele:

  • Wir sind
  • Die Kinder haben Spaß.
  • Das Mädchen wird

Andererseits kannst du mit den Hilfsverben die Zeitformen Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II bilden.

Beispiele:

  • Du hast ein Buch gelesen.
  • Er war daheim geblieben.
  • Die Familie wird einen Ausflug machen.
  • Sie wird das Auto repariert haben.

Die Vollverben

Alle weiteren Verben werden als Vollverben bezeichnet. Diese können in Handlungs-, Zustands- und Vorgangsverben unterteilt werden.

Handlungsverben

Mit einem Handlungsverb berichtest du über eine aktive Handlung bzw. Tätigkeit.




Beispiele:

  • Ich kaufe im Supermarkt ein.
  • Susi räumt ihr Zimmer auf.

Zustandsverben

Mit einem Zustandsverb kannst du über einen Zustand berichten.

Beispiele:

  • Die Familie wohnt in einem Einfamilienhaus.
  • Die Mädchen liegen am Strand.

Vorgangsverben

Mit einem Vorgangsverb kannst du über einen Vorgang bzw. über eine Zustandsveränderung berichten.

Beispiele:

  • Julia springt.
  • Der See taut auf.

Verben konjugieren und an das Subjekt anpassen

Verben besitzen einen Infinitiv (Grundform). Die Verben im Infinitiv sind nicht konjugiert. Sie enthalten jeweils den Verbstamm sowie die Endung -en oder -n. Die meisten Verben im Infinitiv enden mit den Buchstaben „en“ (zum Beispiel: springen, lesen, tauchen). Nur wenige Verben im Infinitiv enden auf den Buchstaben „n“ (zum Beispiel: anlächeln).

Du hast die Möglichkeit, Verben zu konjugieren. Dadurch kannst du sie im Hinblick auf den Numerus und die Person an das Subjekt anpassen. Es gibt zwei Numeri: Singular (Einzahl) und Plural (Mehrzahl). Dazu werden drei Personen unterschieden.

Möchtest du das Verb konjugieren, musst du die Endung verändern. Der Wortstamm bleibt meist derselbe. Um den Wortstamm zu entdecken, musst du den Buchstaben „n“ bzw. die Buchstaben „en“ vom Verb entfernen.

Beispielsweise ist der Wortstamm des Verbs springen „spring“. An dem entsprechenden Wortstamm kannst du schließlich die Endung hängen. Welche Endung du nutzen musst, hängt von der Person ab.

Beispiele:

  • ich springe
  • du springst
  • er/sie/es springt
  • wir springen
  • ihr springt
  • sie springen

Achtung! Neben den regelmäßigen Verben gibt es viele unregelmäßige Verben. Diese werden auch starke Verben genannt. Zum Beispiel ist das Verb „sein“ ein unregelmäßiges Verb. Dieses wird folgendermaßen konjugiert: ich bin, du bist, er/sie/es ist, wir sind, ihr seid, sie sind.

Die Verben in den verschiedenen Zeitformen

Zusätzlich kannst du die Verben im Hinblick auf die Zeitform verändern. Es gibt die Zeitformen Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II.

Verben im Präsens

Das Präsens beschreibt die Gegenwart. Diese Zeitform zeigt dir, was aktuell passiert.

Beispiele:

  • Ich treffe mich mit meinen Freunden.
  • Du gehst nach Hause.
  • Er taucht im Meer.
  • Wir liegen am Strand.
  • Ihr deckt den Tisch.
  • Sie laufen einen Marathon.

Außerdem kannst du mithilfe des Präsens Tatsachen beschreiben.

Beispiel:

  • Die Hauptstadt Frankreichs ist



Verben im Präteritum

Das Präteritum beschreibt die Vergangenheit. Du verwendest diese Zeitform, um über etwas, das vergangen ist, zu berichten.

Beispiele:

  • Ich traf mich vor einer Woche mit meinen Freunden.
  • Du gingst vor ein paar Stunden nach Hause.
  • Er tauchte gestern im Meer.
  • Wir lagen am Strand.
  • Ihr decktet den Tisch.
  • Sie liefen einen Marathon.

Verben im Perfekt

Das Perfekt ist die vollendete Gegenwart. Möchtest du über ein Ereignis, das schon stattgefunden hat, erzählen, kannst du diese Zeitform nutzen.

Die meisten Verben im Perfekt bildest du mit der konjugierten Präsens-Form des Hilfsverbs „haben“ und dem Partizip II. Manche Verben im Perfekt bildest du mit der konjugierten Präsens-Form des Hilfsverbs „sein“ und dem Partizip II. Das konjugierte Verb von „sein“ verwendest du bei Verben der Fortbewegung, wie zum Beispiel bei den Verben laufen und gehen.

Beispiele:

  • Ich habe mich mit meinen Freunden getroffen.
  • Du bist nach Hause gegangen.
  • Er ist im Meer getaucht.
  • Wir haben am Strand gelegen.
  • Ihr habt den Tisch gedeckt.
  • Sie sind einen Marathon gelaufen.

Verben im Plusquamperfekt

Das Plusquamperfekt ist die vollendete Vergangenheit. Möchtest du über ein Ereignis, das vor einem anderen Ereignis stattgefunden hat, berichten, kannst du das Plusquamperfekt einsetzen. Dieses bildest du mithilfe der Präteritumsform des Hilfsverbs „haben“ bzw. des Hilfsverbs „sein“ sowie mit dem Partizip II.

Beispiele:

  • Ich hatte mich mit meinen Freunden getroffen, bevor ich nach Hause gegangen bin.
  • Nachdem du nach Hause gegangen warst, hast du dir dein Lieblingsgericht gekocht.
  • Er war im Meer getaucht.
  • Wir hatten am Strand gelegen.
  • Ihr hattet den Tisch gedeckt.
  • Sie waren einen Marathon gelaufen.

Verben im Futur I

Das Futur I beschreibt die Zukunft. Möchtest du über ein Ereignis, welches in der Zukunft stattfinden wird, erzählen, nutzt du diese Zeitform. Diese bildest du mithilfe der konjugierten Präsensform des Hilfsverbs „werden“ sowie mit dem Vollverb im Infinitiv.

Beispiele:

  • Ich werde mich mit meinen Freunden treffen.
  • Du wirst nach Hause gehen.
  • Er wird im Meer tauchen.
  • Wir werden am Strand liegen.
  • Ihr werdet den Tisch decken.
  • Sie werden einen Marathon laufen.

Verben im Futur II

Das Futur II beschreibt die vollendete Zukunft. Möchtest du über ein Ereignis, welches zu einem künftigen Zeitpunkt bereits stattgefunden haben wird, berichten, setzt du das Futur II ein. Dieses bildest du mit der Präsensform des Hilfsverbs „werden“, mit dem Partizip II sowie mit den Hilfsverben „haben“ oder „sein“ im Infinitiv.

Beispiele:

  • Ich werde mich mit meinen Freunden getroffen haben.
  • Du wirst nach Hause gegangen sein.
  • Er wird im Meer getaucht haben.
  • Wir werden am Strand gelegen haben.
  • Ihr werdet den Tisch gedeckt haben.
  • Sie werden einen Marathon gelaufen sein.

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