Es gibt viele Gründe, warum du nicht mehr zu der Schule gehen kannst oder möchtest, die du bisher besucht hast. Ein Schulwechsel ist tatsächlich nie leicht, aber manchmal eben notwendig. Wenn du diesen anstrebst, solltest du dir vorher darüber klar werden, was genau der Wechsel bedeutet und worauf du achten musst. Wir haben die wichtigsten Punkte für dich zusammengestellt.

Gründe für einen Schulwechsel

Geplanter Schulwechsel

Der häufigste Grund für einen Schulwechsel ist, dass er genau so geplant ist, zum Beispiel beim Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule oder nach der zehnten Klasse in die Oberstufe einer anderen Schule. Der große Vorteil am geplanten Wechsel ist, dass du nicht allein bist, sondern alle oder zumindest einige andere auch eine neue Schule besuchen. Insofern wird es dir leichter fallen, neuen Anschluss zu finden.

Überforderung oder Unterforderung

Wenn du in deiner aktuellen Schulform nicht mitkommst oder dir im Unterricht langweilig ist, kann es sinnvoll sein, in eine andere Schulform zu wechseln. Denn am Ende solltest du auf eine Schule gehen, die dir selbst die Möglichkeit gibt, genau das zu lernen, was du brauchst – und damit auch Erfolgserlebnisse zu haben.




Umzug

Ein Umzug in eine andere Stadt führt auch meist dazu, dass du die Schule wechseln musst. Wenn die alte Schule nicht mehr einfach zu erreichen ist, ist es sinnvoller, eine neue zu suchen, damit dein Anfahrtsweg nicht zu lang ist.

Probleme an der alten Schule

Wenn du Probleme mit Mitschülern oder Lehrern hast, kann auch das einen Schulwechsel sinnvoll machen. Denn in einer Schule, in die du jeden Morgen mit Bauchschmerzen gehst, wirst du dich nicht aufs Lernen konzentrieren können. Deine Noten werden darunter leiden und du wirst schlechtere Chancen im Leben haben, wenn du hier nicht eingreifst. Wenn andere Konfliktlösungsversuche nicht funktionieren, kann ein Schulwechsel und damit ein komplett neuer Anfang durchaus helfen.

Was beim Wechsel der Schule zu beachten ist

Ein Schulwechsel ist immer möglich, aber es ist auch nicht so einfach, dass du morgens nur in eine neue Schule zu gehen brauchst. Deine Eltern müssen den Wechsel beim zuständigen Schulamt beantragen. Die Schule, zu der du gehen willst, muss auch genügend Kapazitäten haben, um neue Schüler aufzunehmen. Von daher sind die Formalia als erstes zu klären.

Du solltest die Schule, die du besuchen möchtest, vorher gemeinsam mit den Eltern anschauen und mit einigen Lehrern sprechen. Denn zwar lässt du alte Probleme hinter dir, aber vieles an der neuen Schule kann dich auch vor Herausforderungen stellen. Die Lehrer kennen dich noch nicht und können dich nicht einschätzen. Möglicherweise werden andere Fächer angeboten. Das kann vor allem bei Fremdsprachen ein Problem sein, wenn zum Beispiel deine zweite Fremdsprache gar nicht unterrichtet wird und du ein anderes Fach neu lernen musst.




Auch die Mitschüler musst du neu kennenlernen. Das kann eine gute Chance auf einen Neuanfang sein. Wenn die Schule jedoch sehr weit weg von deinem Zuhause ist, musst du dich mehr bemühen, in die vorhandenen Freundschaftsstrukturen zu kommen. Mit gutem Willen wird aber auch das funktionieren.

Dein neuer Schulweg ist auch etwas, worauf du achten musst. Eventuell musst du ganz andere Verkehrsmittel nutzen, um in die Schule zu kommen und der Weg dauert damit länger. Dadurch werden sich auch Änderungen in deiner Freizeit ergeben, wenn du einfach weniger davon hast.

Solltest du in ein anderes Bundesland ziehen, musst du auf jeden Fall vorher mit den neuen Lehrern sprechen. Denn die Lehrpläne der verschiedenen Bundesländer unterscheiden sich, und möglicherweise musst du in manchen Fächern etwas aufholen.




Der beste Zeitpunkt für einen Schulwechsel ist natürlich nach den Sommerferien, damit du nicht mitten im Schuljahr in eine neue Klasse gehen musst. Außerdem hast du so in den Sommerferien Zeit, den Stoff, den du aufholen musst, zu bearbeiten. Manchmal lässt es sich aber nicht vermeiden, mitten im Schuljahr zu wechseln, zum Beispiel weil deine Eltern berufsbedingt umziehen müssen. In dem Fall kannst du prüfen, ob du für eine kurze Zeit noch zur alten Schule pendeln kannst. Und ansonsten holst du dir Unterstützung von deinen neuen Mitschülern, deinen Lehrern und deinen Eltern – denn mit dieser Hilfe schaffst du die Herausforderung auch.

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