Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt in der öffentlichen Diskussion zunehmend an Bedeutung und wird auch im Kontext Schule immer häufiger genannt. Doch was kann jeder und jede Einzelne tun, um Nachhaltigkeit im Schulalltag zu leben? Und warum ist Umweltschutz gerade in der Schule so bedeutsam? In den folgenden Abschnitten haben wir dir die wichtigsten Antworten und Tipps rund um die nachhaltige Schule zusammengestellt.

Nachhaltigkeit – das steckt hinter dem Begriff

Um der Bedeutung einer nachhaltigen Lebensweise in der Schule auf den Grund zu gehen, hilft zunächst der Blick auf die Definition von Nachhaltigkeit weiter. Was bedeutet „nachhaltig leben“ überhaupt? Der Begriff wird mittlerweile in unterschiedlichsten Zusammenhängen verwendet und nicht immer gleich verstanden. Grundsätzlich geht es aber darum, auch künftigen Generationen ein gutes Leben auf unserem Planeten zu ermöglichen.

Die heutige Lebensweise vieler Menschen steht diesem Ziel allerdings vielfach entgegen. Wenn wir beispielsweise zur Energieerzeugung Kohle, Erdöl oder andere endliche Ressourcen verbrauchen, können die Menschen in einigen Jahrzehnten diese Stoffe nicht mehr nutzen. Ein anderes gravierendes Problem ist der Klimawandel, der durch schädliche Stoffe in der Luft befördert wird. Diese Stoffe entstehen beispielsweise durch Abgase von Fabriken oder Autos mit Verbrennungsmotor.

Regierungen, Unternehmen und Einzelpersonen, die für eine nachhaltige Lebensweise eintreten, versuchen entsprechend, klima- und umweltschädliche Handlungen auf ein Minimum zu beschränken und andere Menschen für ihr Anliegen zu begeistern.

Die nachhaltige Schule

An genau diesem Punkt kommt nun die Schule ins Spiel. Damit die Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung tatsächlich Erfolge erzielen, müssen möglichst viele Menschen mitmachen und ihren Teil zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Junge Menschen, also Schülerinnen und Schüler, sind dabei aus mehreren Gründen besonders betroffen: Zum einen leben sie noch viele Jahre auf der Erde und werden daher die negativen Folgen einer nicht nachhaltigen Lebensweise selbst erleben. Zum anderen haben Kinder und Jugendliche noch ihr ganzes Leben vor sich, um mit voller Kraft und Tatendrang für den Umweltschutz einzutreten.

Darüber hinaus schleichen sich viele alltägliche Gewohnheiten schon in der Schulzeit ein. Wer früh lernt, Energie zu sparen, wird das auch in seiner eigenen Wohnung später fast automatisch tun.

Und warum können nicht die Eltern ihre Kinder über das Thema aufklären? Die Voraussetzung dafür wäre, dass sich alle Eltern tatsächlich für den Umweltschutz einsetzen und sich gut damit auskennen. Leider fehlt vielen jedoch die Zeit oder sie haben keine ausreichenden Möglichkeiten, sich zu informieren. Lernen und leben Kinder dagegen in der Schule, was Nachhaltigkeit bedeutet, können sie ihr Wissen weitertragen und womöglich auch in ihrer Familie für Veränderungen eintreten.

Tipps für eine nachhaltige Schule

Ein großer Vorteil des Konzeptes der nachhaltigen Schule ist ihre einfache Umsetzbarkeit. Schon mit kleinen Veränderungen im Alltag kannst du große Erfolge erzielen und beispielsweise eine Menge Energie sparen oder den Ausstoß an klimaschädlichem CO2 verringern. Generell gilt dabei: Je mehr Personen in der Schule mitmachen, desto größer sind auch die Effekte. Vielleicht lässt sich ja die Klassenlehrerin oder das ganze Kollegium für das Thema begeistern? In diesem Fall sind auch umfassendere Maßnahmen möglich. In der folgenden Übersicht findest du praxistaugliche Anregungen, die du sowohl nur mit deiner Familie als auch in der ganzen Schule umsetzen kannst.

Tipp 1: Vermeide Müll.

Für jedes neu gekaufte Produkt werden wertvolle Ressourcen benötigt. Benutzt du einen Gegenstand hingegen über längere Zeit, kannst du viel zum Umweltschutz beitragen. Im Schulalltag lässt sich Müll besonders gut beim täglichen Pausenbrot vermeiden. Verwende eine robuste Brotdose anstelle von Einweg-Papiertüten und lass dir frische Lebensmittel schmecken, die nicht extra verpackt sind. Ressourcen sparen kannst du zusätzlich auch beim Papier. Schreibe jede Seite in deinen Heften voll und vermeide halbleere Zettel, die nach wenigen Sekunden in der Mülltonne landen.

Tipp 2: Trenne deinen Müll.

Ob aus dem Müll neue Gegenstände hergestellt werden können, hängt von seiner Sortierung ab. Gibt es in der Schule keine getrennten Mülleimer, kannst du das anregen. Im Idealfall landen Papiermüll, Verpackungen, Bio-Abfälle und Restmüll in verschiedenen Tonnen.

Tipp 3: Frühstücke nachhaltig.

Mindestens genauso wichtig wie die Brotdose ist deren Inhalt. Frische, saisonale Zutaten aus der Region vereinen gleich mehrere Vorteile: Dank der kurzen Transportwege wird zunächst reichlich CO2 gespart. Darüber hinaus werden bei der Produktion weniger Ressourcen wie Wasser verbraucht. Und nicht zuletzt ist ein Frühstück aus frischen Lebensmitteln auch wesentlich gesünder und schmeckt in der Regel besser als die abgepackte Konkurrenz.

Tipp 4: Sammle leere Tintenpatronen oder Smartphones zum Recycling in der Klasse.

Mittlerweile holen verschiedene Unternehmen alte Patronen oder Handys ab und sorgen für ihre fachgerechte Weiterverwertung. Im Netz findest du schnell geeignete Ansprechpartner.

Tipp 5: Spare Heizenergie.

Schön warm soll es in der Schule sein – aber gleichzeitig brauchst du regelmäßig frische Luft, um konzentriert arbeiten zu können. Leider geht vor allem beim Dauerlüften viel Heizungsenergie verloren. Statt die Fenster permanent gekippt zu lassen, sollte daher besser regelmäßig stoßgelüftet werden. Fünf Minuten nach jeder Stunde sind ideal, um die Luft auszutauschen.

Tipp 6: Spare Strom.

Die Sonne scheint ins Klassenzimmer oder die Hofpause steht an? Dann wird es Zeit, das Licht auszuschalten. Wenn es im Klassenraum mehrere Lampen gibt, solltest du außerdem prüfen, ob alle brennen müssen, um für genügend Licht zu sorgen. Viel Strom sparen kannst du außer mit den Lampen auch mit anderen elektrischen Geräten. CD-Player, Computer und Co. sollten nicht auf Standby laufen, sondern vollständig ausgeschaltet werden, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Ist die Anschaffung neuer Geräte geplant, lohnt sich zudem die Investition in besonders energiesparende Modelle.

Tipp 7: Gestalte deinen Schulweg umweltfreundlich.

Das „Elterntaxi“ im Auto schadet der Umwelt und macht dich abhängig von der Fahrbereitschaft deiner Eltern. Kommen die meisten Schülerinnen und Schüler zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, verbessert sich die Ökobilanz der Schule entscheidend.

Tipp 8: Verwende nachhaltige Materialien.

Schulhefte aus nachhaltig erwirtschaftetem Holz tragen genauso zum Umweltschutz bei wie unlackierte Stifte oder Taschenrechner, die mit Solarenergie betrieben werden.

Tipp 9: Engagiere dich für die nachhaltige Schule.

Umwelt- und Klimaschutz stehen in allen Lehrplänen. Ist eine Einheit zu diesen Themen geplant, kannst du nachhaltige Projekte anregen, um das erworbene Wissen direkt in der Praxis anzuwenden. So erreichst du viele Menschen, die einen Beitrag zum Schutz der Ressourcen leisten können.

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Artikel der nachgeholfen.de-Redaktion

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