Mündliche Prüfungen gehören zur Schulerfahrung dazu. Viele Schülerinnen und Schüler habe große Sorgen davor, doch mündliche Prüfungen können auch Vorteile haben. Wir zeigen dir hier auch die guten Seiten einer mündlichen Prüfung und geben dir Tipps, wie du deine eigene Prüfung am besten meisterst.

Schule und mündliche Prüfungen

Die mündliche Prüfung ist oft der letzte Teil einer Weiterbildungsmaßnahme. Sie steht am Ende des Abiturs, der Berufsausbildung und häufig auch des Studiums. Manchmal werden auch Zwischenprüfungen oder andere Leistungsnachweise in der Schule in Form einer mündlichen Prüfung abgehalten. Sehr viele Menschen haben Angst davor und fragen sich, wie sie mit dem bestmöglichen Ergebnis durch diese besondere Situation kommen. Eine praktische Prüfung ist immer ein aufregender Moment. Sie bietet jedoch auch Chancen, wenn sich Prüflinge gut vorbereiten und die Vorteile der Prüfungssituation kennen. Im nachfolgenden Artikel geben wir dir hilfreiche Tipps und Tricks, damit deine mündliche Prüfung zu einem vollen Erfolg wird.

Warum machen sich viele Sorgen über mündliche Prüfungen?

Wenn du Freunde oder Bekannte auf die Prüfungsform der mündlichen Prüfung ansprichst, werden viele von ihnen sagen, dass sie Ängste oder Sorgen davor haben und froh sind, in der nächsten Zeit keine solche Prüfung absolvieren zu müssen. Doch warum haben viele Menschen Angst davor? Ein Grund dafür liegt sicherlich darin, dass es sich um eine Stresssituation handelt. Der Körper reagiert immer dann mit Angst und Stress, wenn er mit einer nicht alltäglichen Situation konfrontiert wird. Dazu kommt die Tatsache, dass es in den meisten Fällen um die eigene Zukunft oder zumindest eine wichtige Note geht. Das bedeutet, dass viele Prüflinge Zukunfts- und Existenzängste haben. Häufig fragen sich Betroffene im Vorfeld, was passieren würde, wenn sie die Prüfung nicht bestehen. Damit erhöhen sie die Angst und den Druck zusätzlich. Außerdem ist es so, dass man im Vorfeld der Prüfung nicht genau weiß, wie sie abläuft. Es besteht also kaum die Möglichkeit, für die Prüfung zu üben oder sich die Situation realistisch vorzustellen. Letztlich stehen viele Menschen ungern im Fokus. Genau das ist jedoch bei einer mündlichen Prüfung der Fall. Mehrere Prüfer konzentrieren sich auf den Prüfling und dieser hat keine Chance, der Situation zu entfliehen.

Welche Vorteile haben mündliche Prüfungen gegenüber Klausuren?

Wenn du Angst vor der praktischen Prüfung hast, ist das ganz normal. Du stehst im Fokus und es geht um etwas. Doch du kannst diese besondere Prüfungssituation zu deinem Vorteil nutzen. In einer schriftlichen Prüfung bzw. Klausur ist es nämlich so, dass dir Fragen gestellt werden und du darauf schriftlich antworten musst. Wenn deine Antwort falsch ist, weil du nicht gelernt hast, dann bekommst du keine Punkte und bestehst vielleicht nicht. Während der mündlichen Prüfung kannst du jedoch an der Reaktion der Prüfer feststellen, ob du mit deiner Antwort auf dem richtigen Weg bist. Weiterhin kannst du gezielt Rückfragen stellen, falls du nicht sicher bist, ob du die richtige Antwort geben kannst. Du kannst also zum Beispiel sagen, dass du die Frage nicht richtig verstanden hast, und darum bitten, dass die Prüfer sie verständlicher formulieren. Dadurch gewinnst du Zeit und oft neue Erkenntnisse bezüglich der Antwort. Die praktische Prüfung gibt dir dazu noch die hervorragende Gelegenheit, die Prüfer um Hilfe zu bitten. Sag den Prüfern, dass du einen kleinen Tipp brauchst und sie werden ihn dir mit Sicherheit geben. Der Prüfungsausschuss möchte nämlich in der Regel, dass du bestehst. Ein großer Vorteil der Prüfung ist, dass die Prüfer dich in die richtige Richtung lenken, wenn du auf dem Holzweg bist. Am besten denkst du daran, dass du in einer mündlichen Prüfung direkt deinen Lehrern oder Prüfern gegenüberstehst, und diese sind eben auch nur Menschen. Sie sehen nicht nur das Ergebnis deiner Arbeit, sondern auch dich persönlich, deine Bemühungen und deine Aufregung. All das sehen sie nicht, wenn sie die Antworten aus deiner Klassenarbeit vor sich liegen haben.

Wie kannst du dich gut auf eine praktische Prüfung vorbereiten?

Die beste Vorbereitung für die mündliche Prüfung ist natürlich, dass du ausreichend lernst. Wenn das Wissen in deinem Kopf ist, kann eigentlich nicht viel passieren. Doch vielleicht hast du Angst davor, dass du während der Prüfung plötzlich alles vergessen hast. Das wird dir nicht passieren, wenn du dich im Vorfeld mit einem Trick auf die Prüfung vorbereitest. Dieser Trick besteht darin, dass du die Prüfungssituation mit Freunden oder Familienmitgliedern simulierst. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass ihr ein realistisches Rollenspiel macht. Gib Freunden oder deiner Familie die Gelegenheit, sich Fragen zum Prüfungswissen auszudenken. Anschließend simuliert ihr die mündliche Prüfung möglichst realistisch und ernst. Besonders effektiv ist diese Methode, wenn ihr sie sehr häufig durchführt. Dein Körper wird sich an die Situation gewöhnen und am Prüfungstag weniger gestresst reagieren. Du kannst dich jedoch auch mental sehr gut auf die Prüfung vorbereiten. Führe dir dazu vor Augen, dass du den Prüfern während der praktischen Prüfung zeigst, was du kannst. Sag dir im Vorfeld, dass du alles gelernt hast und dir überhaupt nichts passieren kann. Versetz dich im Kopf in die Situation, dass es keine Frage gibt, die du nicht beantworten kannst. Du wirst sehen, dass dich das beruhigt und selbstbewusst macht. Generell solltest du selbstbewusst in die Prüfung gehen und von dir selbst überzeugt auftreten. So kannst du auch viel leichter andere von dir überzeugen.

Wie kannst du deine Nervosität bekämpfen?

Fast alle Prüflinge sind am Tag der Prüfung nervös. Was aber kannst du gegen die Nervosität tun? Zuerst solltest du dir klar machen, dass Nervosität völlig normal ist. Dann ist es sehr wichtig, dass du dich möglichst gut fühlst. Zieh also Kleidung an, in der es dir gut geht. Trink vor der Prüfung ausreichend Wasser und lenk dich mit Freunden bzw. Bekannten ab. Das wird dich beruhigen und dir Sicherheit geben. Ein weiterer wichtiger Tipp ist, dass du den Prüfern direkt am Anfang sagst, dass du nervös bist. Indem du deine Nervosität thematisierst, nimmt dir das ein wenig die Aufregung. Du wirst sehen, dass die Prüfer Verständnis haben und dich beruhigen werden. Abschließend hilft gegen deine Nervosität auch, dass du mit Menschen sprichst, die die Prüfung bereits hinter sich gebracht haben. Sie können dir sagen, wie die Prüfung abgelaufen ist. Meistens schildern sie dir, dass es nicht so schlimm war und du keine Angst haben musst.

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