De bello Gallico (Der gallische Krieg) von Gaius Iulius Caesar ist das Standardwerk, wenn es um Lektüre im Latein-Unterricht geht. Wenn du das Latinum machst, ist es sehr wahrscheinlich, dass du Teile aus diesem Buch im Latein-Unterricht übersetzen und besprechen wirst. Wir erklären dir hier, worum es in De bello Gallico geht.

Was genau ist De bello Gallico?

Caesar war Feldherr und hat also solcher verschiedene Kriege angeführt. De bello Gallico sind seine Kommentare zu den Feldzügen gegen die Gallier. In acht Büchern wird der gallische Krieg geschildert. In den ersten sieben Büchern beschreibt Caesar jeweils die Ereignisse eines Jahres. Das achte Buch umfasst zwei Jahre und wurde nicht von Caesar selbst, sondern von Aulus Hirtius geschrieben, einem Vertrauten Caesars. Es schließt die zeitliche Lücke zu Caesars nächster Veröffentlichung De bello civilii (Über den Bürgerkrieg).

Caesar spricht in seinen Schilderungen von sich selbst in der dritten Person, um den Anschein von Objektivität zu erwecken. Allerdings wertet er die Kriege aus seiner persönlichen Sicht, sodass die Berichte subjektiv gefärbt sind. Als verlässliche historische Quelle eignen sie sich daher nur eingeschränkt.

Aus welchen Büchern besteht De bello Gallico?

Die acht Bücher bilden die einzelnen Jahre des gallischen Kriegs ab. Die Inhalte sind:

  • Erstes Buch: Krieg gegen die Helvetier und den Germanen Ariovist (58 v. Chr.)
  • Zweites Buch: Krieg gegen die Belger (57 v. Chr.)
  • Drittes Buch: Krieg gegen die Veneter im Nordwesten und die Aquitaner im Süden (57–56 v. Chr.)
  • Viertes Buch: Krieg gegen Germanen, erste Rheinüberschreitung, erste Britannien-Expedition (55 v. Chr.)
  • Fünftes Buch: Krieg gegen Britannien, Aufstand der Gallier (54 v. Chr.)
  • Sechstes Buch: Aufstand der Gallier, zweite Rheinüberschreitung, Gallier- und Germanenexkurs (53 v. Chr.)
  • Siebtes Buch: Der Aufstand des Vercingetorix (52 v. Chr.)
  • Achtes Buch: Die Jahre 51 v. Chr. und 50 v. Chr. (von Aulus Hirtius)

Das achte Buch, das nicht von Caesar selbst stammt, ist nicht vollständig, sondern endet mitten im Satz. Insofern bleibt dieses letzte Buch ein Fragment.

Hintergrundinformationen zum Buch

De bello Gallico wurde noch zu Lebzeiten Caesars veröffentlicht. Die Leser waren eher überrascht über die Form der Berichte, da ähnliche Veröffentlichungen eher aus Notizen oder Tagebucheinträgen bestanden. Caesar hat seine Kriegsberichte jedoch eher literarisch verfasst, sodass man sie wie eine Geschichte lesen konnte.

Dies stieß einerseits auf Interesse, weil die Bücher spannend zu lesen waren. Andererseits hielten einige Leser den Stil für der Sache nicht angemessen.

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Autor(in)

Alle Artikel von Yvonne Kraus Hier schreibt Yvonne Kraus, die Gründerin von nachgeholfen.de.

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