Wer Latein lernt, lernt vor allem Grammatik.

Im Latein-Unterricht wird nicht das Sprechen und Verstehen einer Sprache geübt, sondern das Verständnis ihres Aufbaus. Und dazu gehört vor allem die Grammatik. Denn die Grammatik gibt das Grundgerüst einer Sprache vor und ermöglicht das Verständnis in vielen Fällen überhaupt erst.



Die lateinische Grammatik unterscheidet sich zwar von der aller anderen Sprachen, hilft jedoch dabei, Grundlegendes über den Aufbau von Sprachen zu lernen. Oder anders ausgedrückt: Wenn du die Grammatik in Latein gut verstehst, profitierst du davon in allen anderen Fächern.

Lateinische Grammatik: Deklination und Konjugation

Auch wenn wir es in unserer Muttersprache ganz automatisch tun, ist uns vor dem Erlernen einer Fremdsprache nicht wirklich bewusst was Deklination und Konjugation bedeuten.

Worte werden je nach ihrer Funktion im Satz verändert. So sage ich zum Beispiel: Ich sehe Peter, aber Peter sieht mich. Ich ist das Subjekt des Satzes, mich das (Akkusativ-)Objekt. Die verschiedenen Fälle, von denen es im Lateinischen mehr als im Deutschen gibt, lernt man im Latein-Unterricht zu erkennen und zu unterscheiden.

Genauso wie Substantive oder Pronomen an ihre Funktion im Satz angepasst werden, werden Verben danach verändert, auf welche Person und Zeit sie sich beziehen: Ich denke, sie dachten.



Wie du die einzelnen Wortarten im Satz anpasst und woran du ihre Funktion und Aussage im Satz erkennst, lernst du mit Hilfe der Grammatik. Diese ist dann auch die Voraussetzung dafür, dass du einen Satz korrekt ins Deutsche übertragen kannst.

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