Die indirekte Rede im Französischen

Redaktion


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Die indirekte Rede im Französischen ist eines der schwierigsten
Themen des Unterrichtsfaches. Man muss auf viele Dinge achten. Die
Pronomen müssen stimmen, auf die Zeitangaben muss man schauen, man muss alle Zeiten korrekt verwenden können. Schon kleine Fehler machen einen ganzen Satz kaputt. Da Französisch nicht das einfachste Schulfach ist, bekommst du hier die Hilfe, die du benötigst.

Was ist die indirekte Rede und wie wird sie verwendet?

Die indirekte Rede ist eine Wiederholung einer Äußerung. Sie dient dazu, das Gesagte von jemand anderem berichtend zu wiedergeben. Dies funktioniert mit Aussagen, aber auch mit Meinungen oder Fragestellungen.
Häufig passiert es, dass hierbei die Reihenfolge der Satzglieder vertauscht werden muss. Auch die Verben müssen angepasst werden.

Wie leite ich eine indirekte Rede ein?

Am einfachsten ist es, wenn du dir ein paar kleine Einleitungswörter
merkst. Im Französischen wird beispielsweise häufig dire, répondre,
expliquer, penser, affirmer, demander oder auch déclarer
verwendet.

Die indirekte Rede und Anpassungen

Möchte man eine direkte Rede in eine indirekte Rede umwandeln, so muss man im Französischen einige Dinge beachten. Die Anführungszeichen und der Doppelpunkt, welche klassischerweise zur direkten Rede gehören, fallen weg. Man verbindet den Einleitungssatz mit dem Nebensatz, indem man ein que hinzufügt. Dieses wird zu qu‘, wenn das nächste Wort mit einem Vokal startet. Auch Pronomen, Verben, Ortsangaben und Zeitangaben müssen angeglichen werden.

Beispiele:

Direkt: Il dit: „Je viens te chercher ce soir.“
Indirekt: Il dit qu’il vient me chercher ce soir.

Direkt: Il dit: „J’habite ici.“
Indirekt: Il dit qu’il habite là.

Direkt: Elle dit: „Je viendrai le voir auhourd’hui.“
Indirekt: Elle dit qu’elle viendrait le voir ce jour-là.

Generell kann man sich bei Zeitangaben merken, dass sie geändert
werden müssen.

  • il y a un jour wird zu un jour plus tôt
  • hier wird zu la vielle
  • avant-hier wird zu l’avant-vielle
  • demain wird zu lendemain
  • après-demain wird zu surlendemain
  • aujourd’hui wird zu ce jour-là

Die indirekte Rede im Präsens – le discours indirect au présent

Im Französischen ist vor allem der Einleitungssatz der direkten Rede wichtig. Steht dieser im Präsens oder in Futur, so wird an der Zeit
im Nebensatz nichts verändert. Dies bedeutet, dass der discours indirect au
présent einfacher ist, da man die Zeiten aus der direkten Rede übernehmen kann.

Die oben genannten Beispiele sind auch hier von Bedeutung.

Weitere Beispiele:

Direkt: Julien dit: „Je suis heureux“.
Indirekt: Julien dit qu’il est heuereux.

Direkt: L’homme dit: „Demain, j’irai chez ma copine“.
Indirekt: L’homme dit qu’il ira chez sa copine le
lendemain.

Die indirekte Rede in der Vergangenheit – le discours
indirect au passé

Im Französischen gibt es einige Vergangenheitsformen. Ist
der Einleitungssatz der direkten Rede entweder im passé composé, im imparfait oder im plus-que-parfait, so muss im Nebensatz der indirekten Rede die Zeit geändert werden. Hier orientierst du dich an der Zeitenfolge. Falls du nicht weißt, was das ist, haben wir hier eine kleine Erinnerung für dich.

  • présent wird zu imparfait.
  • passé composé wird zu plus-que-parfait
  • imparfait bleibt imparfait
  • plus-que-parfait bleibt plus-que-parfait
  • futur 1 (futur simple) wird zu conditionnel présent
  • futur 2 (futur antérieur) wird zu conditionnel
    passé
  • conditionnel présent bleibt conditionnel présent
  • conditionnel passé bleibt conditionnel passé

Hier findest du Beispiele zur Anwendung der Zeitenfolge:

Présent:

Direkt: Il a dit: „Je suis très fatigue.“
Indirekt: Il a dit qu’il était très fatigue.

Passé composé:

Direkt: Il disait: „J’ai visité le Louvre.“
Indirekt: Il disait qu’il avait visité le Louvre.

Imparfait:

Direkt: Il avait dit: „J’avais de la chance.“
Indirekt: Il avait dit qu’il avait de la chance.

Plus-que-parfait:

Direkt: Elle a pensé: „J’avais fait des devoirs.“
Indirekt: Elle a pensé qu’elle avait fait des devoirs.

Futur 1 (Futur simple):

Direkt: Marion expliquait: „Je serais une animatrice.“
Indirekt: Marion expliquait qu’elle serait une animatrice.

Futur 2 (Futur antérieur)

Direkt: Il a affirmé: „J’aurai été à la maison.“
Indirekt: Il a affirmer qu’il aurait été à la maison.

Conditionnel présent

Direkt: Il a expliqué: „J’amerais être en vacances.“
Indirekt: Il a expliqué qu’il amerait être en vacances.

Conditionnel passé:

Direkt: Elle a pensé: „Dans des conditions différentes, j’aurais perdu le match.“
Indirekt: Elle a pensé qu’elle aurait perdu le match dans des conditions différentes.

Die indirekte Frage – la question indirecte

Wird bei der direkten Frage im Französischen ausdrücklich ein Fragewort benutzt, so ist dies die Verbindung zwischen Einleitungssatz und
Nebensatz der indirekten Frage (comment, que, pourqoui, quand, où,…). Steht jedoch kein Fragewort im Einleitungssatz, so benutzt man si. Kommt
danach entweder il oder ils, wird si zu s‘ verkürzt.

Die normale Wortreihenfolge im Französischen nach dem Einleitungssatz sieht so aus: Subjekt, dann Verb, dann die Ergänzung.

Hier findest du ein paar hilfreiche Beispiele:

Direkt: Il demande: „Que fais tu demain?“
Indirekt: Il demande que je fais le lendemain.

Direkt: J’ai demandé: „Comment était-elle?“
Indirekt: J’ai demandé comment elle était.

Direkt: Il a demandé: „T’a-t-elle donné un pourboire?“
Indirekt: Il a demandé si elle m’avait donné un pourboire.

Direkt: Elle a demandé: „Il y a une question?“
Indirekt: Elle a demandé s’il y a une question.

Der indirekte Imperativ – l’impératif indirect

Der Imperativ kann auch ins Indirekte gewandelt
werden. Hier ist ein Beispiel:

Direkt: Il dit: „Ne sois pas si curieuse“.
Indirekt: Il dit de ne pas être curieuse.

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