Thanksgiving

Redaktion


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Was ist Thanksgiving?

Thanksgiving ist der englische Begriff für „Danksagung“. Es entspricht dem Grunde nach einem Erntedankfest. Allerdings hat dieses Fest in Kanada und den Vereinigten Staaten einen viel höheren Stellenwert und zahlreiche Traditionen. Daher ist es in den Vereinigten Staaten auch ein staatlicher Feiertag.

Gefeiert wird das Fest in den Vereinigten Staaten immer am vierten Donnerstag im November. In Kanada finden die Festlichkeiten am zweiten Montag des Oktobers statt. Gefeiert wird im Gegensatz zum klassischen Erntedankfest aber nicht nur eine reiche Ernte. Es geht mehr um eine Danksagung an die Kolonisten, die wieder Nahrung bereitstellen konnten. Es geht darum, sich zu besinnen und für alle positiven Dinge im Leben Dankbarkeit zu zeigen.

Woher kommt der Feiertag und wer feiert ihn?

Was der genaue Ursprung des Festes ist, kann bis heute nicht eindeutig festgestellt werden. Es wird angenommen, dass der Feiertag zurückgeht auf den Stamm der Caddo, welcher das Erntedankfest 1541 zum ersten Mal feierte. Gefeiert wurde hier, dass die Spanier auf ihrer Expedition zahlreiche Nahrungsmittel auffinden konnten.

Zuvor drohte eine Hungersnot auszubrechen. Als die Siedler mit ihren Booten Einzug in die Neue Welt hielten, stand der Winter kurz bevor. Dies bedeutete einen Mangel an Nahrungsmitteln. Die indigenen Völker schenkten den Neuankömmlingen Truthähne, damit sie nicht verhungern mussten. An Thanksgiving dankt man für die Speisen, die einem zur Verfügung stehen.

Weitere dokumentierte historische Ereignisse in diesem Zusammenhang waren auch das Fest im Jahr 1965 in Florida sowie 1578 in Neufundland. Danach folgten dieselben Ereignisse noch in Virginia und in Massachusetts. Offiziell eingeführt wurde das Thanksgivingfest 1789 in den USA durch den Präsidenten George Washington. Die Festlegung des Termins erfolgte dann durch Abraham Lincoln.

Begangen wird der Feiertag sowohl in den Vereinigten Staaten und Kanada, aber auch in England.

Welche Bräuche gibt es zu Thanksgiving?

Ein typischer Brauch ist die Teilung des Gabelbeins, welches Teil des Truthahns ist. Mit den kleinen Fingern ziehen zwei Personen so lange an dem Bein, bis es zerbricht. Wer das größere Stück in Händen hält, hat einen Wunsch frei.

Die meisten Amerikaner*innen nehmen sich das Wochenende rund um das Thanksgivingfest frei. Daher wird auch an vielen Schulen und Universitäten ein verlängertes Wochenende angeboten.

Zudem hat es sich eingebürgert, dass der folgende Freitag der sogenannte Black Friday wurde, ein Tag des Einzelhandels mit riesigen Rabattaktionen. Am Ende des Wochenendes startet der Montag dann noch mit dem sogenannten Cyber Monday. Auch hierbei handelt es sich um ein Ereignis des Einzelhandels, bei welchem weitere Rabatte ausgeschüttet werden.

Jährlich erfolgt zudem die Proklamation des Feiertages kurz vor dessen Termin. Dies findet in einer feierlichen Zeremonie statt unter Bezugnahme auf wichtige Ereignisse der Vergangenheit und des kommenden Jahres.

Auch enthalten ist ein Dankeschön an Gott im Namen der Nation. Auch im Weißen Haus bekommt der Präsident einen Truthahn durch die Industrieverbände überreicht. Dieser ist allerdings lebend und wird nicht geschlachtet. Um den Hals trägt er häufig eine Marke mit der Inschrift „Good Eat Mr. President“.

Die Übergabe des Truthahns ist mittlerweile jedoch eher eine Werbeveranstaltung, welche seitens des „Poultry and Egg national Boards“ und der „National Turkey Federation“ durchgeführt wird. Es handelt sich hierbei um Repräsentanten der Truthahnindustrie.

Weiter ist es üblich, dass landesweit prachtvolle Paraden auftreten. Eine der größten und bekanntesten Paraden ist dabei die „Macy´s Thanksgiving Parade“ in New York.

In Großbritannien hat das Thanksgivingfest nicht einen solchen Stellenwert wie in Amerika. Hier wird es zwar auch gefeiert, aber es lassen sich stärker Bezüge zum europäischen Erntedankfest feststellen. Unter anderem bedeutet dies auch, dass in vielen Gemeinden der Kirchgang dazu gehört.

Was wird klassischerweise an Thanksgiving gegessen?

Klassischerweise darf an Thanksgiving der berühmte Truthahnbraten nicht fehlen. Der sogenannte Roasted Turkey wird gebraten und mit leckeren Köstlichkeiten gefüllt. Dazu gibt es jede Menge Beilagen wie Süßkartoffeln, Kartoffelpüree mit Bratensoße, eine Cranberry-Sauce, einen Apfel- und Kürbiskuchen sowie Gemüsebeilagen in Form von grünen Erbsen, Mais und Kürbis.

Ehrenvoll wird das Tier dann in der Mitte des Tisches präsentiert. Es wird ein Familienmitglied auserkoren, welchem die Ehre zu Teil wird, den Truthahn anzuschneiden und somit die Mahlzeit zu eröffnen. Insgesamt fällt das Mahl immer sehr opulent und reichhaltig aus. Die Auswahl der Speisen orientiert sich dabei an der Vorstellung, was die Pilgerväter damals gegessen haben mögen.

In England weichen die Beilagen etwas ab. Hier steht neben Sandwiches auch die bekannte Minzsauce auf dem Speiseplan. Abgerundet wird das Mahl durch ein Dessert, welches aus Reis- oder Minzpudding bestehen kann.

Am Tisch werden dann traditionelle Dankesgebete gesprochen. Alternativ kann auch jede Person am Tisch sagen, für was sie besonders dankbar ist.

Mit wem wird gefeiert?

Neben dem Feiertag ist Thanksgiving auch das wichtigste Fest für Familien, um zusammenzukommen. Für manche Familien ist dieser Tag sogar wichtiger als Weihnachten. Dies merkt man auch schnell, wenn man sich an diesen Tagen mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegt oder im Flugzeug sitzt. V

on überall her reisen die Menschen an, um mit ihren Liebsten zu feiern. Dabei ist es üblich, dass sich die ganze Familie trifft und auch Freund*innen und Nachbar*innen zu Besuch kommen. Für diese Zusammentreffen wird nicht selten das gesamte verlängerte Wochenende rund um Thanksgiving genutzt.

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