Kommunikation

Kommunikation

Im Deutsch-Unterricht wird oft auch das Thema Kommunikation behandelt, obwohl die Kommunikation an sich natürlich nicht auf die deutsche Sprache beschränkt ist oder etwas speziell Deutsches ist.

Wie du im nächsten Abschnitt sehen wirst, musst du nicht einmal irgendeine Sprache benutzen, um zu kommunizieren. Trotzdem ist das Thema so wichtig und mit dem verwandt, was du im Deutsch-Unterricht lernst, dass es an diese Stelle in der Schule am besten passt.





Was ist Kommunikation eigentlich?

Als Kommunikation bezeichnet man die Übermittlung von Informationen zwischen zwei oder mehreren Personen. Mit dieser Definition ist schon einiges gesagt. Zunächst einmal kannst du nicht mit dir selbst kommunizieren. Du benötigst mindestens immer eine weitere Person zur Kommunikation. Dann gibt es immer auch einen Inhalt, die Information, die übermittelt werden soll.

Drittens ist Kommunikation an keinerlei Form gebunden. Wahrscheinlich denkst du bei dem Wort als erstes an ein Gespräch zwischen zwei Personen. Aber auch, wenn du etwas über WhatsApp schreibst, jemandem zuwinkst oder ein Schild aufstellst, kommunizierst du.

Und viertens muss Kommunikation nicht bewusst erfolgen. Es kann auch sein, dass du ganz unbeabsichtigt Informationen übermittelst, und auch das ist Kommunikation.

Arten von Kommunikation

Eine wichtige Unterscheidung ist die in verbale und non-verbale Kommunikation. Wenn du verbal kommunizierst, benutzt du Sprache dafür. Du sprichst oder schreibst jemanden also direkt an. Dieser hört oder liest, was du geschrieben hast, und versteht es im besten Fall so, wie du es gemeint hast.

Du kannst aber auch ganz ohne Worte, also non-verbal, kommunizieren. Zum Beispiel kannst du jemanden anlachen, einem Künstler applaudieren, mit den Augen rollen oder einfach durch deine Körperhaltung ausdrücken, was du denkst. Immer fließt eine Information von dir an jemand anderen, auch ohne dass du irgendetwas dazu sagst.





Paul Watzlawick, ein berühmter Kommunikationswissenschaftler, sagte sogar, dass man nicht nicht kommunizieren kann. Das bedeutet: Auch, wenn du bewusst keine Informationen sendest, machst du es unbewusst wahrscheinlich doch. Deine Kommunikation ist also immer auf Senden eingestellt, es muss nur jemand in der Nähe sein, der sie auch empfangen kann.

Verschiedene Theorien zur Kommunikation

Es gibt einige sehr bekannte Theorien zur Kommunikation.

Das wichtigste ist das Sender-Empfänger-Modell, das im vorigen Abschnitt schon angedeutet wurde. Dieses unterteilt die an einer Kommunikation Beteiligten in zwei verschiedene Rollen. Der Sender gibt die Information, der Empfänger nimmt sie auf. Das Spannende an dieser Theorie ist, dass der Weg zwischen Sender und Empfänger auch betrachtet wird. Dort können nämlich Störungen liegen, die dafür sorgen, dass eine andere Information ankommt, als eigentlich gedacht war. Das muss nicht mal eine wirkliche „technische“ Störung sein. Es reicht auch schon, wenn der Empfänger etwas falsch interpretiert.





Ein weiteres sehr bekanntes Kommunikationsmodell ist das 4-Seiten-Modell von Friedemann Schulz von Thun. Er sagt, dass jede Nachricht vier verschiedene Seiten hat, die alle übermittelt werden, auch, wenn man das eigentlich nicht will. Kommunikation beschränkt sich also nicht nur auf den Inhalt, den man selbst vermitteln möchte, sondern man gibt jede Menge weiterer Informationen mit – und das ganz oft unbewusst.

Wenn du besser verstehst, wie Kommunikation funktioniert, fällt es dir leichter, Missverständnisse zu vermeiden oder nachzuvollziehen. Insofern hat dieses Thema auch starke praktische Bedeutung für deinen Alltag.