Der englische Wissenschaftler Charles Darwin entwickelte mit seiner Evolutionstheorie die Basis für den aktuellen und modernen Wissenstand über die Entstehung der biologischen Vielfalt inklusive der unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten. Doch wie lebte der Forscher und auf welchen Faktoren stützen seine Erkenntnisse?

Das Leben von Charles Darwin vor den Erkenntnissen

Charles Darwin wurde am 12. Februar 1809 in Shrewsbury in England geboren. Gemeinsam mit seinen fünf Geschwistern und seinen Eltern Robert und Susannah Darwin verbrachte er seine Kindheit bis zum Beginn seiner Studienzeit in der Stadt. Zunächst ging er in die Schule der Gemeine Unitarier und wechselte später in ein privates Internat.

Bereits als Kind war er von der Natur fasziniert und beobachtete intensiv Vögel, Muscheln, Mineralien und auch Münzen. In diesem Alter experimentierte er bereits spielerisch mit den Wundern der Natur. Wenig später entschied er sich, Medizin zu studieren, und begann damit 1825 an der Universität in Edinburgh. Da ihn die Unterrichtsstunden allerdings wenig begeisterten, wechselte er sein Studienfach und setzte mit Theologie seine Universitätslaufbahn fort.

1831 absolvierte er das Studium als zehnbester Studierender seines Jahrganges. Mit höchstem Interesse widmete er sich weiterhin der Philosophie der Natur und auch den neuen Kontinenten. Deshalb war er äußerst zufrieden, als er noch im selben Jahr zu einer Reise mit einem britischen Vermessungsschiff der Marine eingeladen wurde. Dabei war es ihm möglich, die Vermessung von Teilen Südamerikas mit seiner Faszination für die Natur zu verbinden.

Wissenschaftliche Evolutionstheorie nach Charles Darwin

Während der Reise sammelte er unzählige Tiere und Pflanzen und nahm zudem einige Proben der örtlichen Gesteine. In Form von Tagebucheinträgen hielt er alle seine neuen Erkenntnisse und Beobachtungen fest, bevor er 1826 endgültig wieder in sein Geburtsland zurückkehrte.

Die Mitbringsel wie Schildkröten oder Finken galten als wichtige Basis für seine weiteren Forschungen im Bezug auf seine Evolutionstheorie. Zunächst fokussierte er sich nicht auf die verschiedenen Gattungen der Vögel. Aufgrund unterschiedlicher Schnäbel ordnete er sie schlichtweg den Schwarzdrosseln und Kernbeißern zu. Manche Schnäbel waren weitaus breiter, sodass sie auch zum Knacken von Nüssen geeignet waren, längere hingegen eher zum Fangen von Insekten zur Nahrungsaufnahme.

Ein Kollege von Charles Darwin erkannte allerdings, dass es sich bei den Vögeln um artverwandte Finkentierklassen handelte. Daraus schloss Darwin, dass diese Gattungen alle von den Galápagos-Inseln stammten. Da die Nahrungsmenge dort zu diesem Zeitpunkt äußerst beschränkt war, herrschte ein permanenter Kampf ums Überleben. Zufällig wurden Finken geboren, die mit breiten Schnäbeln ausgestattet waren. Dadurch hatten sie, vergleichsweise zu weiteren Artgenossen, erhebliche Vorteile, denn sie waren befähigt, Nüsse zu knacken. Somit stand ihnen ein umfassenderes Nahrungsangebot zur Verfügung.

Im Laufe der Zeit bildeten sich immer mehr Arten, wobei jede einzelne eine separate Nahrungsnische besetzte. Es überlebten aber nur die Gattungen, die sich ideal an die Umweltbedingungen anpassen konnten. Charles Darwin sprach in diesem Zusammenhang von dem Prinzip der natürlichen Auslese oder auch Selektion. Demzufolge unterlagen die Arten kontinuierlichen Veränderungsprozessen.

Diese Erkenntnisse bildeten die Basis für die spätere Evolutionstheorie, die immer wieder verändert und angepasst wurde. Mit mehr als 2.000 Notizen seiner Reise begann Darwin deshalb, alle Erkenntnisse zu strukturieren und erforschte diese anschließend näher.

Er versuchte zu belegen, dass die Bildung neuer Gattungen stets auf eine naturwissenschaftliche Basis zurückführbar ist. Somit entstanden Tierklassen seiner Meinung nach nicht durch die religiöse Macht durch Gott. Nach seiner Theorie wurden die Arten nicht geschaffen, sondern entwickelten sich stattdessen aus vorherigen Tierklassen. Somit ging er auch davon aus, dass der Mensch sich aus der Gattung der Affen formte und entwickelte. Insbesondere in Kirchenkreisen und bei stark gläubigen Personen war seine Theorie verpönt und wurde als Gotteslästerei eingestuft. Die Wissenschaft erklärte sein Konzept allerdings als wahr.

Das Leben von Charles Darwin nach den Erkenntnissen

Vor der Publikation seiner Theorie verdiente der Wissenschaftler sein Geld mit dem Schreiben von Büchern über seine Reisen. Allerdings verschlechterte sich nach den Erfolgen seiner Evolutionstheorie sein Gesundheitszustand erheblich. Er litt unter Atemproblemen und schwerwiegenden Schwächeanfällen.

Da er lange in ärztlicher Behandlung war, veröffentlichte er sein Lebenswerk und weltweit anerkanntes Buch Die Entstehung der Arten deutlich später als zunächst geplant. Darin hielt er in schriftlicher Form all seine Erkenntnisse fest und bewirkte einen einschneidenden Fortschritt in der Biologie, der auch heutige Generationen immer noch prägt.

Bis er starb, gab er sich weiterhin intensiv dieser Forschungsdisziplin hin. Seine Begeisterung dafür flachte auch im Laufe seines Lebens zu keinem Zeitpunkt ab. Letztendlich starb er im Alter von 73 Jahren am 19. April 1882 und hinterließ 10 Kinder. Auch heute sorgen seine Erkenntnisse noch für anregende Debatten unter Theologen und Philosophen. Kein anderer Forscher beeinflusste das aktuelle Weltbild mehr als Charles Darwin.

Ehrungen zugunsten von Charles Darwin

Aufgrund seiner außergewöhnlichen Leistungen und Erkenntnisse erhält der Forscher auch heute noch zahlreiche Ehrungen. So wurden die Darwinfinken und die Affengattung Darwinius nach ihm benannt. Auch Universitäten und Colleges in Australien und England wurden ihm zu Ehren gegründet.

Weiterhin tragen Inseln, Berge, Asteroiden, Mondkrater und Museen seinen Namen. Selbstverständlich gilt seine Theorie auch als elementarer Bestandteil der modernen Lehrpläne jeglicher Schulformen und -klassen. So hat wohl jede*r Schüler*in schon von der berühmten Theorie gehört.

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